Prozess wegen versuchten Mordes : Aus Frust und Langeweile Nagelbretter auf die Straße gelegt

Jürgen Kok, Ermittlungsführer BAO 'Steine'.  Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Jürgen Kok, Ermittlungsführer BAO "Steine". Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Zwei 24 und 25 Jahre alte Männer stehen wegen erheblicher Verkehrsgefährdung und Mordversuchs in Bremen vor Gericht.

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17. September 2018, 15:34 Uhr

Bremen | Weil sie nachts große Steine, Gehwegplatten und Nagelbretter auf stark befahrenen Straßen abgelegt haben sollen, stehen zwei junge Männer seit Montag in Bremen vor Gericht. Am ersten Prozesstag listete die Anklage alle Taten auf, wegen denen sie den 24- und 25-Jährigen versuchten Mord vorwirft.

Die Angeklagten sollen Steine und andere Gegenstände zwischen 2015 und 2017 in mehr als 20 Fällen auf Straßen gelegt haben. Eine Fahrerin soll mit ihrem Auto einem Hindernis ausgewichen und dadurch ins Schleudern gekommen sein, bis ihr Wagen umkippte. Die Frau wurde dabei verletzt. Als Motiv gaben die Männer Langeweile, Frust und Beziehungsstress an.

Die beiden sitzen seit März in Untersuchungshaft. Umfangreiche Ermittlungen führten die Ermittler damals auf die Spur der zwei Bremer. Schließlich durchsuchten Einsatzkräfte im März die Wohnungen der Männer und fanden dabei belastendes Beweismaterial.

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