Viel Zuspruch für "Hunde"-Episode : Bewegende Netflix-Serie: Flüchtling schleust Hund aus Syrien nach Berlin

Die herzergreifende Wiedervereinigung von Ayham und Zeus rührt zu Tränen.
Die herzergreifende Wiedervereinigung von Ayham und Zeus rührt zu Tränen.

Die Netflix-Serie "Hunde" erzählt eine traurig-schöne Geschichte mit Happy-End, das sonst nur Hollywood vorbehalten ist.

svz.de von
26. November 2018, 13:40 Uhr

Berlin | Krieg kennt keine Gewinner. Und der seit sieben Jahren andauernde Krieg in Syrien schon gar nicht. Mehr als eine halbe Millionen Menschen verloren bereits ihr Leben, unzählige weitere wurden zerstört. Doch das sind bloß Zahlen, die es nicht mal annähernd vermögen, Menschen in Deutschland die schreckliche Wirklichkeit zu vermitteln. Das ist wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Eine Episode der neuen Netflix-Serie "Hunde" macht aber zumindest ein Schicksal plastisch für Außenstehende. Und im Gegensatz zum Krieg, gibt es hier sogar ein Happy-End.

Der syrische Flüchtling Ayham ist verzweifelt und will seinen Hund nach Berlin holen.
Netflix
Der syrische Flüchtling Ayham ist verzweifelt und will seinen Hund nach Berlin holen.

Die neue Netflix-Serie "Hunde" erzählt in sechs außergewöhnlichen Teilen die Geschichte von Menschen und ihren vierbeinigen Begleitern. Die zweite Episode "Bravo, Zeus" dreht sich um den syrischen Flüchtling Ayham, der Syrien mit 20 Jahren verlassen musste. Nach seiner Flucht hat er es geschafft, sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Glücklich ist er allerdings nur begrenzt. Denn sein Husky "Zeus" steckt immer noch im syrischen Kriegsgebiet fest.

Ayham stellt klar, dass er sehr viel Glück hatte, nach Deutschland zu kommen und hier Zuflucht sowie Unterstützung zu finden, aber sein bester Freund Amer ist immer noch in Syrien und passt dort auf den Husky "Zeus" auf. "Ich fühle mich deshalb schuldig", sagt Ayham nachdem er per Videochat mit seinem Freund in Syrien telefoniert. Er beschließt, Zeus irgendwie zu sich nach Berlin zu holen, was durch die Hilfe seiner Freude in Syrien und einem langen, steinigen Weg schließlich sogar klappt.

Es sind wahnsinnig bewegende Szenen, die nicht nur Hundeliebhaber zu tränen rühren. Denn neben der tragisch-schönen Geschichte zu Ayham und seinem Hund Zeus, erhält der Zuschauer auch Einblicke in das Seelenleben eines syrischen Flüchtlings sowie dessen Alltag in Deutschland und die Beziehung zu jenen, die weniger Glück, als er hatten.

Wiedervereint in Berlin: Ayham und sein Husky Zeus.
Netflix
Wiedervereint in Berlin: Ayham und sein Husky Zeus.

Twitter-Nutzer sind sich jedenfalls einig: Wer bei dieser Serie nicht heult, muss wenigstens ein Herz aus Stein oder keine Seele haben. Zudem habe allein die Episode um Zeus gleich mehrere Auszeichnungen verdient.

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