Laut Erkenntnissen von Historiker : Braunschweigerin führte Weihnachtsbaum in Amerika ein

Ein mit Lichtern geschmückter Weihnachtsbaum steht vor dem Kapitol. Heute ist der Weihnachtsbaum aus Nordamerika nicht mehr wegzudenken.
Ein mit Lichtern geschmückter Weihnachtsbaum steht vor dem Kapitol. Heute ist der Weihnachtsbaum aus Nordamerika nicht mehr wegzudenken.

Von Ost-Kanada aus soll der Weihnachtsbaum Nordamerika erobert haben. Wie es dazu kam, erklärt Historiker Gerd Biegel.

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21. Dezember 2019, 17:19 Uhr

Braunschweig | Eine Frau aus Braunschweig hat nach den Forschungen des Historikers Gerd Biegel den Weihnachtsbaum nach Amerika gebracht. Friederike von Riedesel (1745-1808), die Ehefrau eines braunschweigischen Generals, habe im Jahr 1781 im kanadischen Sorel erstmals auf dem nordamerikanischen Kontinent in ihrer Stube einen kerzengeschmückten Baum aufgestellt, um den sich Familie, Freunde und Soldaten versammeln konnten, teilte Biegel am Wochenende in Braunschweig mit. Ihr Ehemann, General Friedrich Adolf Riedesel (1738-1800), befehligte damals braunschweigische Soldaten, die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an der Seite der Briten kämpften.


Das Quartier des Generals habe sich im Winter 1781 in Sorel im Osten Kanadas befunden, erläuterte Biegel, der sich auf eine Überlieferung auf dem 18. Jahrhundert beruft. "Schon damals gedachte man gerade in Kriegszeiten an Weihnachten besonders wehmütig der fernen Heimat." Die Sitte des geschmückten Weihnachtsbaumes habe sich von dort aus in ganz Nordamerika ausgebreitet.

An das Landungsgebiet der Braunschweiger Soldaten in Kanada nach der Schiffsüberfahrt erinnert laut Biegel noch heute die ostkanadische Atlantik-Provinz "New Brunswick". Gerd Biegel (72) war Direktor des Braunschweigischen Landesmuseums und Gründungsdirektor des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Braunschweig.

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