Kleines Mädchen unter den Opfern : Schlauchboot auf dem Rhein gekentert: Mindestens drei Tote

Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Unglücksortes eines Schlauchbootunfalls. Mindestens drei Menschen sind bei einem Bootsunglück auf dem Rhein im Elsass ums Leben gekommen.
Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe des Unglücksortes eines Schlauchbootunfalls. Mindestens drei Menschen sind bei einem Bootsunglück auf dem Rhein im Elsass ums Leben gekommen.

Nach einem weiteren Mädchen werde nach dem Unglück bei Gerstheim noch gesucht, heißt es.

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31. Mai 2019, 09:43 Uhr

Straßburg | Tragisches Ende eines Feiertagsausflugs: Mindestens drei Menschen sind bei einem Bootsunglück auf dem Rhein im Elsass ums Leben gekommen – darunter ein sechsjähriges Mädchen und ein Helfer. Das Schlauchboot mit vier Menschen kenterte am Donnerstagnachmittag in der deutsch-französischen Grenzregion, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Ein weiteres Mädchen wurde noch vermisst. Am Freitagmorgen wurde die Suche fortgesetzt – bisher ohne Erfolg. Im Einsatz ist auch ein Hubschrauber aus Deutschland.

Unglück geschah an Schleuse

Zu dem tragischen Unglück kam es nahe einer Schleuse bei der französischen Gemeinde Gerstheim, 30 Kilometer südlich von Straßburg. Insgesamt handelte sich nach Angaben der Präfektur um eine siebenköpfige Touristengruppe – darunter seien fünf Rumänen und zwei Deutsche. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Todesopfern um Menschen aus Deutschland und Rumänien.

Foto: dpa/ap
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Foto: dpa/ap

An Bord des Boots seien zwei Erwachsene und zwei Kinder gewesen, berichtete der Sender France 3. Das sechsjährige Mädchen sei noch mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus ins etwa 65 Kilometer entfernte Freiburg gebracht worden und dort gestorben. Ein weiteres Opfer sei schwer verletzt im Krankenhaus – aber nicht in Lebensgefahr.

Helfer kam ums Leben

Mehrere Menschen hätten versucht den Bootsinsassen zu helfen und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb die Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace". Einer von ihnen kam dabei selbst ums Leben. Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt. Die Reisegruppe sei zuvor von Deutschland aus aufgebrochen.

An der Stelle des Unglücks seien Schwimmen, Angeln und Wassersport verboten, sagte der Generalsekretär der Präfektur, Yves Séguy, gegenüber "Dernières Nouvelles d’Alsace". Ersten Erkenntnissen nach haben die Bootsinsassen keine Rettungswesten getragen. Der Unfall gehe höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen.

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