Ausgangssperre und Reisestornierungen : Bombenanschläge in Sri Lanka: Was Touristen jetzt wissen müssen

Der Flughafen in Colombo.
Der Flughafen in Colombo.

Nach der Anschlagsserie in Sri Lanka empfiehlt das Auswärtige Amt, öffentliche Plätze zu meiden.

svz.de von
21. April 2019, 18:31 Uhr

Colombo/Frankfurt | Nach der Anschlagsserie in Sri Lanka hat das Auswärtige Amt Reisende zur Vorsicht aufgerufen. "Reisende werden dringend gebeten, öffentliche Plätze und insbesondere die Anschlagsorte weiträumig zu meiden", erklärte das Amt am Sonntag in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Sri Lanka. Die verhängte Ausgangssperre sollte beachtet werden, da die "Lage unübersichtlich bleibt".

Frühe Anfahrt zum Flughafen: Für Fahrten zum Flughafen könnten aber von der Polizei Ausnahmegenehmigungen von der Ausgangssperre eingeholt werden. Das Amt empfiehlt, lokale Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und den "Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten". Zudem wird empfohlen, spätestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen.


Kommunikation per SMS und Telefon: Soziale Medien wurden in Sri Lanka vorübergehend von der Regierung abgeschaltet – so soll vermieden werden, dass sich Hassbotschaften und Falschnachrichten verbreiten.

Die deutsche Botschaft in Sri Lanka steht nach Angaben von Außenminister Heiko Maas mit den lokalen Behörden in Kontakt und bemüht sich um Aufklärung, ob auch Deutsche betroffen sind. Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter 030-50000 melden. "Sollten Sie auf der Insel im Osterurlaub sein, melden Sie sich bitte bei Ihren Verwandten und Freunden", twitterte das Krisenreaktionszentrum. Die Telefon- und Internetverbindungen im Land seien überlastet. "Wenn Sie Ihre Angehörigen vor Ort erreichen wollen, versuchen Sie es mit einer SMS."

Reaktionen der deutschen Reiseveranstalter: Große deutsche Reiseveranstalter bemühen sich, nach den Bombenanschlägen auf Sri Lanka zu klären, ob ihre Gäste in Sicherheit sind. Ausflüge über die Tropeninsel wurden sicherheitshalber abgesagt, die Reisegäste zurück in ihre Hotels gebracht.

DER Touristik habe zwar einige Hotels im Angebot, die zum Anschlagsziel geworden seien, sagte eine Firmensprecherin am Sonntag in Frankfurt. Es gebe bislang aber keine Hinweise, dass DER-Feriengäste betroffen seien. Das Reiseunternehmen habe eine knapp vierstellige Zahl von Touristen auf Sri Lanka.

Ähnlich war die Lage bei TUI in Hannover. "Nach jetzigen Stand sind keine TUI-Gäste von den Explosionen betroffen", sagte eine Sprecherin. Man versuche, die etwa 150 Gäste landesweit auf dem Handy oder über die Reiseleitungen vor Ort zu kontaktieren.

Das Reisebüro Thomas Cook habe keine Gäste in den betroffenen Hotels, sagte ein Sprecherin in Oberursel. "Wir rechnen weiter mit erheblichen Einschränkungen." Die Touristen sollten in ihren Unterkünften bleiben und auch die Hauptstadt Colombo meiden.

Man helfe Gästen, die vorzeitig abreisen wollten, mit der Organisation, sagte die DER-Sprecherin. Reisen aus Deutschland nach Sri Lanka mit Abflug bis zum kommenden Mittwoch (24.4.) könnten storniert werden.

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