Fatale Verwechslung : Berichte: Totgeglaubte Corona-Patienten in Ecuador am Leben

In Ecuador kam es zu einer makaberen Verwechslung.
In Ecuador kam es zu einer makaberen Verwechslung.

Die Familie hatte bereits die eingeäscherten Überreste zwecks Beisetzung erhalten.

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26. April 2020, 14:24 Uhr

Guayaquil | Die Verwechslung zweier Corona-Patienten sorgt in Ecuador für Aufsehen: Eine 74 Jahre alte Frau, die Ende März für tot erklärt worden war, tauchte nun lebendig wieder auf, wie Medien in dem südamerikanischen Land am Samstag berichteten. Ihre Familie hatte demnach längst die vermeintliche Asche ihrer Angehörigen bekommen. Um wessen eingeäscherte Überreste es sich tatsächlich handelte, war zunächst unbekannt.

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Der Irrtum kam den Berichten zufolge ans Licht, nachdem die 74-Jährige am Donnerstag in einem Krankenhaus in der Stadt Guayaquil nach drei Wochen wieder zu Bewusstsein gekommen war. Von der Lungenkrankheit Covid-19 genesen, bat sie darum, von ihrer Schwester abgeholt zu werden. „Es ist ein Wunder inmitten von so viel Tod", zitierte die Zeitung "El Comercio" einen Angehörigen der Frau. Wie es zu der Verwechslung gekommen war, blieb zunächst unklar.

Aufklärung der Angelegenheit

Ecuadors Gesundheitsminister Juan Carlos Zevallos nannte den Fall am Samstag im Gespräch mit Journalisten "schaurig". Er habe sich mit der Krankenhausleitung in Verbindung gesetzt. Diese arbeite an der Aufklärung der Angelegenheit.

Mehr als 15.000 Infektionen

Guayaquil gehört zu den am schlimmsten vom Coronavirus betroffenen Orte Südamerikas. Mehr als 15.000 Infektionen wurden in der Provinz Guayas registriert. In der Millionenstadt blieben bereits Tote tagelang in Wohnungen liegen. Die Leichenhallen der Krankenhäuser waren überfüllt. Selbst auf der Straße wurden Leichen abgelegt. Nach offiziellen Angaben starben in Ecuador bisher 576 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.

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