Auch McDonalds betroffen : Bericht: Oldenburger Skandalfleisch landete in Ikea-Hot-Dogs

Eine heimlich gedrehte Videoaufnahme aus dem Oldenburger Rinderschlachthof wird bei einer Pressekonferenz des Deutschen Tierschutzbüros gezeigt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Eine heimlich gedrehte Videoaufnahme aus dem Oldenburger Rinderschlachthof wird bei einer Pressekonferenz des Deutschen Tierschutzbüros gezeigt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Ikea und McDonalds wurden offenbar mit Rindfleisch von einem wegen Tierquälerei geschlossenen Schlachthof beliefert.

von
20. November 2018, 18:34 Uhr

Oldenburg | Offenbar hat das Möbelhaus Ikea Rindfleisch aus einem wegen Tierquälerei geschlossenen Schlachthof in Oldenburg bezogen. Das berichtet das "ARD"-Magazin "Fakt".

Weiterlesen: Agrarministerium rechnet mit weiteren Horror-Videos aus Schlachthöfen

Ikea bestätigte, dass möglicherweise Rindfleisch von dem Oldenburger Schlachthof ins eigene Sortiment gelangt sei. In deutschen Filialen seien Hot-Dog-Würstchen des Lieferanten Goldschmaus aus dem Sortiment genommen worden. In den Würstchen sei ein geringer Teil des Rindfleischs enthalten.

Auch McDonalds betroffen

Laut "Fakt" erklärte Ikea am Dienstag, das Unternehmen sei "sehr enttäuscht" über die Arbeit der in einem Video gezeigten Veterinäre, die ihrem Auftrag offensichtlich nicht gerecht geworden seien.

Außer Ikea soll auch McDonalds demnach vom dem Schlachthof beliefert worden sein. Das Geschäftsverhältnis wurde aber laut "Fakt" bereits im Jahr 2017 ausgesetzt. Die Fast-Food-Kette habe anderthalb Jahre lang Rindfleisch aus Oldenburg bekommen – etwa 400 Tonnen pro Jahr. Weil der Schlachthof verstärkte Kontrollen ablehnte, stellte McDonalds die Belieferung ein.

Neuer Skandal in Niedersachsen kündigt sich an

Auch einem weiteren Schlachthof in Niedersachsen droht Ungemach: Laut Informationen des Deutschen Tierschutzbüros zeigen Bildaufnahmen mögliche Tierquälerei auf einem Schlachthof in Laatzen. Dort würden Schweine verbotenerweise mit Elektroschockern gequält, während sie keine Bewegungsfreiheit hätten. Für Mittwoch um 11 Uhr ist deshalb eine Protestaktion von den Tierschützern vor dem Schlachthof angekündigt.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen