Schutz vor Jugendsünden : Beratungspflicht: CDU-Politikerin will spontane Tattoos verbieten

Ein Tattoo begleitet einen ein Leben lang – egal, was man im Nachhinein vom gewählten Motiv hält.
Ein Tattoo begleitet einen ein Leben lang – egal, was man im Nachhinein vom gewählten Motiv hält.

"Erst beraten, dann warten, dann tätowieren": Pflichtberatungen könnten Tattoo-Sünden verhindern, meint die CDU.

svz.de von
04. August 2018, 15:29 Uhr

Berlin | Die Vizechefin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, will junge Menschen vor übereilten Tattoos schützen und schlägt deshalb Pflichtberatungen mit zeitlichem Abstand zum Stechen vor. "Es darf nicht sein, dass eine Entscheidung, die lebenslang sichtbar sein wird, spontan, ohne Beratung und ungesichert erfolgen kann", sagte die CDU-Politikerin dem Berliner "Tagesspiegel". Mit Fristen zwischen der Beratung und dem Tätowieren könnten Spontantattoos unter Gruppendruck oder Alkohol verhindert werden.

Wie viele Deutsche tätowiert sind, sei nicht klar, so die Zeitung. Acht bis zehn Millionen schätzte die Universität Bochum, eine Erhebung der Universität Leipzig gehe dagegen von 16 Millionen Menschen aus. Laut Connemann entscheiden sich besonders junge Menschen für Tattoo. Von den Unter-30-Jährigen seien bereits ein Drittel tätowiert.

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