Missbrauch : BKA warnt: Immer mehr Kinderpornografie in Schüler-Chatgruppen

Kinderpornografisches Material tritt vermehrt in Chatgruppen von Schülern auf.
Kinderpornografisches Material tritt vermehrt in Chatgruppen von Schülern auf.

Versehen mit vermeintlich lustigen Kommentaren verbreitet sich immer mehr kinderpornografisches Material in Chatgruppen.

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19. Februar 2020, 07:41 Uhr

Hannover | Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor der Verbreitung von Kinderpornografie in sogenannten Chatgruppen für Schüler. Das BKA habe eine Zunahme solchen Materials in Chatgruppen für Kinder und Jugendliche festgestellt, sagte der Cyberkriminalitätsexperte des Amtes, Markus Koths, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch. Die Darstellungen seien meist mit vermeintlich lustigen Kommentaren oder Musik versehen.

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Hinter jedem Bild steckt missbrauchtes Kind

Es gehe in der Regel nicht um pädophile Motive, wenn junge Menschen in Chatgruppen Kinderpornografie teilten, erläuterte Koths. Häufig wollten Kinder oder Jugendliche damit beeindrucken oder lustig zu sein. Doch stecke hinter jedem dieser Bilder ein missbrauchtes Kind, betonte der BKA-Experte.

Ende Oktober hatte das BKA einen größeren derartigen Fall bekanntgemacht. Dabei waren in Chatgruppen junger Menschen zwei Videos geteilt worden, die eine Vergewaltigung und andere sexuelle Handlungen an Minderjährigen zeigten. Bei einer Razzia zu dem Fall wurden in Wohnungen von Verdächtigen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren Handys, Laptops und Spielkonsolen beschlagnahmt.

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