"Essens-Terroristen" : Australien: Nadeln in Erdbeeren versteckt – Polizei nimmt Frau fest

Tonnenweise Obst musste aufgrund er Nadel-Funde weggeworfen werden.
Tonnenweise Obst musste aufgrund er Nadel-Funde weggeworfen werden.

Die australische Polizei hatte monatelang nach dem Täter gesucht.

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11. November 2018, 14:27 Uhr

Canberra | Weil sie Nähnadeln in Erdbeeren versteckt haben soll, hat die australische Polizei am Sonntag eine 50 Jahre alte Frau festgenommen. Die Frau sei nach monatelanger "komplexer Ermittlung" durch Behörden und Geheimdienste verschiedener Bundesstaaten seit dem Nachmittag in Polizeihaft, teilte die Polizei des Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens mit. Demnach sollte die Frau im Laufe des Abends angeklagt und am Montag dem Amtsgericht Brisbane vorgeführt werden.

Früchte im ganzen Land aus den Regalen genommen

Kunden hatten im September in sechs der acht Bundesstaaten und Territorien Australiens Nähnadeln in Erdbeeren gefunden. Die ersten Berichte kamen aus Queensland. Ihnen folgten Berichte über ähnliche Taten in fünf weiteren Staaten, die die Behörden auf Nachahmungstäter zurückführten. Auch in Neuseeland waren Nadeln in Erdbeeren gefunden worden.

Supermärkte waren gezwungen, Früchte im ganzen Land vorsorglich aus den Regalen zu nehmen. Viele Bauern mussten tonnenweise Obst wegwerfen. Mindestens ein Mann war in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem er eine Erdbeere mit Nadel darin gegessen hatte. Die Regierung empfahl Kunden, Obst vor dem Verzehr klein zu schneiden. Das australische Parlament verschärfte die Strafen für sogenannte "Essens-Terroristen" von 10 auf 15 Jahre Haft.

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