Waldbrände in Australien : Erlösende Nachricht aus New South Wales: Alle Buschfeuer gelöscht

Nach den verheerenden Buschfeuern treiben die überlebenden Pflanzen in den verbrannten Waldgebieten aus.
Nach den verheerenden Buschfeuern treiben die überlebenden Pflanzen in den verbrannten Waldgebieten aus.

Nach 240 Tagen brennt es endlich nicht mehr im am stärksten betroffenen New South Wales im Südosten des Kontinents.

von
03. März 2020, 20:23 Uhr

Canberra | Unterstützt durch tagelangen Regen hat die australische Feuerwehr sämtliche Buschfeuer im am schwersten betroffenen Bundesstaat New South Wales gelöscht. Bereits vor zwei Wochen konnten die Flammen eingedämmt werden. Nun seien alle in der Region gelöscht. Der Regen habe geholfen, seit September lodernde Feuer entlang der Ostküste zu löschen, erklärten Einsatzkräfte.


Die Busch- und Waldbrandsaison in Australien hat dieses Mal nach monatelanger Dürre und wegen Rekordtemperaturen besonders früh begonnen. Die monatelang wütenden Feuer zerstörten im Osten und Süden des Landes mehr als zehn Millionen Hektar Land und mehr als 2500 Häuser. 33 Menschen sowie schätzungsweise mehr als eine Milliarde Tiere kamen ums Leben.

Nach dem Rekordfeuer kam der Rekordregen

Die tagelangen Regenfälle – die schwersten seit 30 Jahren – halfen dabei, alle Brandherde in dem Bundesstaat zu löschen, erklärten die Einsatzkräfte. In anderen Regionen gebe es noch Buschfeuer, die aber unter Kontrolle seien. Die Brände in New South Wales hatten das größte Ausmaß, der Rauch verdunkelte tagelang den Himmel über Sydney.

Chronik: Australien im Ausnahmezustand : Die beispiellosen Waldbrände und ihre Folgen

Experten: Brände tragen zu Rekord-CO2-Konzentration 2020 bei

Die monatelang in Australien wütenden Wald- und Buschbrände tragen nach Einschätzung der britischen Meteorologiebehörde zu einem neuen Rekord des klimaschädlichen CO2-Gehalts in der Erdatmosphäre bei. Die Behörde berechnete anhand vorläufiger Daten aus der Globalen Datenbank für Feueremissionen, dass die Feuer in Australien die weltweite CO2-Konzentration 2020 um bis zu 0,05 Teile pro Million (ppm) erhöhten.

Dies mache ein Fünftel des erwarteten Anstiegs aus, hieß es weiter. Für 2020 wird erwartet, dass die CO2-Konzentration erstmals über 410 ppm steigt. Der erwartete Jahresdurchschnitt beträgt 414,2 ppm. So hoch war die Konzentration des Treibhausgases in der Erdatmosphäre seit mindestens 800.000 Jahren nicht mehr.

Dieses Jahr tritt das Pariser Klimaabkommen in Kraft. Es sieht vor, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, möglichst auf 1,5 Grad. Im November hatte das UN-Umweltprogramm (Unep) in einem Bericht dargelegt, dass zur Erfüllung des 1,5-Grad-Ziels die globalen Treibhausgase zwischen 2020 und 2030 jährlich um 7,6 Prozent gesenkt werden müssen. Seit 1958 ist die CO2-Konzentration jährlich weiter angestiegen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen