Aus fast allen kosmischen Epochen : Astronomen kombinieren Fotos von 265.000 Galaxien zu einem riesigen Panoramabild

Astronomen haben rund 7500 Einzelaufnahmen des „Hubble'-Weltraumteleskops zu einem Panoramabild mit 265 000 Galaxien kombiniert.
Astronomen haben rund 7500 Einzelaufnahmen des „Hubble"-Weltraumteleskops zu einem Panoramabild mit 265 000 Galaxien kombiniert.

Aus 7500 Aufnahmen des Weltraumteleskops "Hubble" haben Astronomen ein Panoramabild mit 265.000 Galaxien gebaut.

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05. Mai 2019, 09:18 Uhr

Garching | Astronomen haben rund 7500 Einzelaufnahmen des "Hubble"-Weltraumteleskops zu einem Panoramabild mit 265.000 Galaxien kombiniert. Das Bild enthält Beobachtungen aus 16 Jahren, wie das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München erläuterte. Manche der Galaxien sind so weit entfernt, dass ihr Licht mehr als 13 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. Sie sind damit zu einer Zeit zu sehen, als das Weltall erst 0,5 Milliarden Jahre alt war. So lässt sich anhand des Panoramas die Geschichte der Galaxienentstehung von damals bis heute verfolgen.

Das ist das Panoramabild 'Hubble Legacy Field'. Foto: dpa/Space Telescope Science Institut/ESA/Hubble
Space Telescope Science Institut
Das ist das Panoramabild "Hubble Legacy Field". Foto: dpa/Space Telescope Science Institut/ESA/Hubble

Für das ungeschulte Auge unterscheidet sich das Bild nicht allzu sehr von einem Blick in einen nächtlichen Sternenhimmel. Hier finden Sie daher weitere Aufnahmen, in die auch hineingezoomt werden kann.

" Kein Bild wird dieses übertreffen"

"Da wir nun den Blick stärker geweitet haben als in vorigen Übersichtsbildern, ernten wir viel mehr ferne Galaxien in dem größten derartigen Datensatz, der jemals produziert worden ist", erklärte der Leiter des Panoramabild-Teams, Garth Illingworth von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. "Kein Bild wird dieses übertreffen, bis künftige Weltraumteleskope wie das "James Webb" starten."

Das Panorama bekam den Namen "Hubble Legacy Field" (etwa: "Hubbles" Vermächtnis-Himmelsausschnitt) in Anlehnung an drei frühere Projekte, bei denen das Weltraumteleskop tiefer und tiefer in den Kosmos geschaut hatte.

Blick in die Vergangenheit

Je tiefer Astronomen ins All blicken können, desto weiter können sie die kosmische Vergangenheit erkunden. Vor dem Start von "Hubble" im Jahr 1990 hätten erdgebundene Teleskope Galaxien in maximal sieben Milliarden Lichtjahren Entfernung erspähen können, ungefähr auf halbem Weg zum Urknall, erläuterte das Informationszentrum. Das neue "Hubble"-Panorama deckt rund 96 Prozent der kosmischen Vergangenheit ab.

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