Falscher Aufdruck : Antibabypille-Hersteller: "Niedrige Anzahl" von Rückruf betroffen

Bei der Antibabypille des Herstellers 'Trigoa' drohen bei einigen Chargen Anwendungsfehler.
Bei der Antibabypille des Herstellers "Trigoa" drohen bei einigen Chargen Anwendungsfehler.

Einige Chargen der Antibabypille "Trigoa" enthalten falsche Einnahmereihenfolgen und sollten zurückgegeben werden.

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08. Dezember 2018, 13:35 Uhr

Berlin | Vom Rückruf der Antibabypille "Trigoa" ist nach Einschätzung des Pharmaherstellers Pfizer "eine niedrige Anzahl" von Frauen betroffen. Es drohten wegen falsch bedruckter Tablettenpackungen ungewollte Schwangerschaften, hieß es zur Begründung des Rückrufs. "Es handelt sich um ein älteres Verhütungsmittel mit einem sehr geringen Marktanteil", sagte Pfizer-Sprecherin Susanne Straetmans am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wie viele Packungen die drei betroffenen Chargen jedoch tatsächlich umfassen, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Rückgabe an Apotheken

Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) als Aufsichtsbehörde hatte am Freitag mitgeteilt, Frauen, die zwischen 27. November und 3. Dezember das Verhütungsmittel "Trigoa" aus den betroffenen Chargen X34106, X51153 und W98332 erhalten haben, sollen das Medikament über Apotheken zurückgeben.

Reihenfolge der Einnahme entscheidend

Die Packungen dieser Chargen waren hinten falsch bedruckt. "Trigoa" ist nach Angaben der Sprecherin ein Dreiphasenpräparat, bei dem die Pillen unterschiedlich hoch dosiert und dementsprechend unterschiedlich eingefärbt sind. Deshalb sei die Reihenfolge der Einnahme der Tabletten wichtig. Wenn sie hinten auf der Rückseite auf dem sogenannten Blister falsch beschriftet sind, drohten Anwendungsfehler und unerwünschte Schwangerschaften.

"Heute sind Mikropillen mit durchlaufend gleicher Dosierung gebräuchlich", sagte Straetmans. Da komme es auf die Einnahme in der richtigen Reihenfolge nicht an.

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