Wegen Corona-Krise : Angst um den Arbeitsplatz: Rechtsschutzversicherung sehr gefragt

Zurzeit sind Rechtsschutzversicherungen besonders gefragt.
Zurzeit sind Rechtsschutzversicherungen besonders gefragt.

Der Bedarf an Beratung zu diesem Thema sei um 75 Prozent gestiegen, hieß es bei der Arag in Düsseldorf.

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08. Mai 2020, 14:15 Uhr

München | Unter vielen Arbeitnehmern greift angesichts düsterer wirtschaftlicher Aussichten in der Corona-Krise offensichtlich Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes um sich. Der Online-Makler Check24 meldet einen starken Anstieg des Interesses am Thema Arbeitsrecht in der Rechtsschutzversicherung. Seit Januar habe sich die Zahl der Anfragen zu diesem Thema vervierfacht, sagte ein Sprecher am Freitag in München. Absolute Zahlen nannte Check24 nicht. Das Unternehmen hat einen guten Überblick über die Lage auf dem Versicherungsmarkt, da ein großer Teil der Branche Policen über das Portal vertreibt.

Weiterlesen: Alle Entwicklungen zur Corona-Krise im Liveblog

Große Versicherer bestätigten den Trend. "Auch wir sehen einen Anstieg bei Fragen an unsere Rechtsschutzversicherung, besonders zu Fragen nach dem Vertrags- und Arbeitsrecht", sagte ein Sprecher der Allianz in München. Der Bedarf an Beratung zu diesem Thema sei um 75 Prozent gestiegen, hieß es bei der Arag in Düsseldorf. "Wir stellen Verunsicherung fest", sagte ein Sprecher. Das Unternehmen hat unter anderem eine Hotline speziell zum Thema Arbeitsrecht und Corona eingerichtet.

"Fragestellungen zu sämtlichen Rechtsgebieten"

Die ebenfalls in Düsseldorf ansässige Ergo berichtet ganz allgemein, dass die Kunden sich vermehrt juristischen Rat holen: "Bei unserer telefonischen Rechtsauskunft erhalten wir mittlerweile eine Vielzahl von Fragestellungen zu sämtlichen Rechtsgebieten", sagte Torsten Schwan, Bereichsleiter Spartenmanagement Rechtsschutz.

Anwaltsnetzwerk bei Ergo

In den ersten Tagen der Corona-Krise habe es einen sehr hohen Anteil an telefonischen Kundenanfragen gegeben. "Hier konnte man deutlich die Verunsicherung der Kunden spüren, die die coronabedingten Veränderungen in ihrem Alltag verursacht hatte", sagte Schwan. "Dabei ging es vor allem um Fragen zu Reisestornierungen und zum Arbeitsrecht." Die Ergo hat zu den spezifischen Corona-Themen ein Anwaltsnetzwerk für ihre Kunden bereitgestellt.

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