Bei minus 35 Grad : Fünfjähriger trägt Baby durch die klirrende Kälte von Alaska – in Socken

Durch die Winterlandschaft Alaskas hat ein Fünfjähriger ein Baby getragen. Symbolfoto: dpa/Philipp von Ditfurth
Durch die Winterlandschaft Alaskas hat ein Fünfjähriger ein Baby getragen. Symbolfoto: dpa/Philipp von Ditfurth

Die Polizei hat Ermittlungen gegen eine 37-jährige Frau aufgenommen, die die beiden Kinder alleine gelassen haben soll.

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09. Dezember 2019, 14:26 Uhr

Venetie | Dieser Ausflug durch die Kälte von Alaska ging für zwei Kinder zum Glück glimpflich aus: Wie die "Alaska State Troopers" mitteilen, waren der Fünfjährige und das 18 Monate alte Baby gerade alleine zu Haus, als plötzlich der Strom ausfiel. Der Junge ängstigte sich und beschloss, auf eigene Faust für Hilfe zu sorgen. Wo die Erziehungsberechtigten zu diesem Zeitpunkt waren: unklar. Der Junge trug das Baby zum Haus der Nachbarn, das knapp einen Kilometer entfernt lag – gelegen in der Ortschaft Venetie im Nordosten des Landes.

Wanderung bei minus 35 Grad

Aufgrund der Kälte, es waren minus 35 Grad, erlitten beide Verletzungen. Laut der "New York Times" war das fünfjährige Kind lediglich leicht bekleidet und in Socken unterwegs. Beide Kinder werden sich vermutlich wieder komplett erholen.

Die Polizei benötigte mit dem Hubschrauber zwischen zwölf und 16 Stunden um in das abgelegene Dorf Venetie zu gelangen. Hier leben 166 Menschen. Ein Polizeisprecher sagte, man sei zuversichtlich gewesen, dass sich die Kinder bei den Nachbarn in guten Händen befunden hätten.

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat Ermittlungen gegen eine 37-Jährige aufgenommen, die die Kinder alleine gelassen haben soll. Bislang wurde die Frau noch nicht gefunden. Es sei noch unklar, in welcher Beziehung die Frau zu den Kindern steht und ob es sich bei den Kleinen um Geschwister handelt.

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