Gefangen unter Tage : Acht Tote nach Brand in russischem Bergwerk geborgen

Das Standbild aus einem Video des russischen Fernsehsenders RU-RTR warten russische Rettungsteam darauf, dass ein Aufzug in das Gruben-Kalibergwerk hinunterfährt.
Das Standbild aus einem Video des russischen Fernsehsenders RU-RTR warten russische Rettungsteam darauf, dass ein Aufzug in das Gruben-Kalibergwerk hinunterfährt.

Die Hoffnung, die russischen Bergarbeiter lebend zu retten, war gering. Nun herrscht traurige Gewissheit.

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23. Dezember 2018, 08:35 Uhr

Solikamsk | Beim Brand in einem Kalibergwerk in Russland sind mindestens acht Arbeiter ums Leben gekommen. Rettungskräfte hätten ihre Leichen aus unterschiedlichen Trakten des Stollens geborgen, teilten die Behörden der Region Perm am Sonntag laut russischen Medien mit. Ein weiterer Vermisster sei noch immer verschollen, die Suche nach ihm werde fortgesetzt. Das Bergwerk liegt bei Solikamsk, etwa 1200 Kilometer Luftlinie entfernt von Moskau.

Das am Samstag in 340 Metern Tiefe ausgebrochene Feuer hatte den Männern den Rückweg aus der Mine abgeschnitten. Wegen hoher Temperaturen und starken Rauchs konnten die Rettungskräfte nicht rechtzeitig zu ihnen durchdringen. Insgesamt 17 Arbeiter waren in der Grube, als das Feuer ausbrach, acht von ihnen konnten sich unverletzt ins Freie retten. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften auf.

Das Bergwerksunternehmen hatte die Chancen auf eine Rettung der Männer schon früh als gering eingeschätzt. Zunächst war in den örtlichen Medien über einen Methan-Austritt als mögliche Brandursache spekuliert worden. Die Behörden wiesen das zurück und berichteten von geplanten Wartungsarbeiten mit Beton in der Grube. Unklar war, ob diese Arbeiten tatsächlich mit dem Brand im Zusammenhang standen.

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