40 Jahre ADFC : "Radfahren ist was für Hartgesottene" – Fahrradclub bemängelt Sicherheit

Häufig müssen sich Rad- und Autofahrer die Straße teilen.
Häufig müssen sich Rad- und Autofahrer die Straße teilen.

Fahrradfahren ist gesund: Doch laut ADFC wird noch immer viel zu wenig Geld in gute Radwege investiert.

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26. September 2019, 07:57 Uhr

Berlin | Auch 40 Jahre nach seiner Gründung geht dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) nach eigener Einschätzung die Arbeit nicht aus. "Radfahren in Deutschland ist etwas für Hartgesottene, das muss sich dringend ändern", sagte Sprecherin Stephanie Krone vor dem Jubiläum an diesem Freitag. Die Sicherheit für Radler habe sich in letzter Zeit sogar noch verschlechtert. "Die wenigen vorhandenen Radwege sind oft ein beängstigender Mix aus unzusammenhängenden, holprigen oder gefährlichen Lösungen." Sichere Fahrradparkplätze fehlten vielerorts.

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Investitionen müssen deutlich erhöht werden

Um ähnlich gute Rad-Bedingungen wie in den Niederlanden zu schaffen, müssten bundesweit etwa lückenlose Radwegenetze, breite Vorrangrouten, sichere Kreuzungen, Radschnellwege für Pendler und Lastentransporte sowie Millionen Fahrradparkplätze gebaut werden, erklärte Krone. Gefordert wird eine deutliche Erhöhung der Investitionen in diesen Bereich von Bund, Ländern und Kommunen – auf mindestens 30 Euro pro Einwohner und Jahr. Aktuell geht der ADFC laut Krone davon aus, dass der Betrag bei 5 Euro liegt.

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185.000 ADFC-Mitgleider

Am 27. September 1979 war die ADFC-Satzung verabschiedet worden. Der Bremer Verkehrsberater Jan Tebbe und 17 Mitstreiter riefen den Verein als "fahrradpolitisches Gegengewicht zu den starken Interessensverbänden des Automobils" ins Leben, so der ADFC. Mit mehr als 185.000 Mitgliedern ist der Club nach eigenen Angaben heute die größte Radfahrer-Interessenvertretung hierzulande und weltweit.

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