Bei Hannover : 250 Reisende betroffen: ICE auf offener Strecke evakuiert

Die Passagiere mussten über Leitern ins Gleisbett steigen.
Die Passagiere mussten über Leitern ins Gleisbett steigen.

Ein technischer Defekt, den die Betroffenen bestimmt nicht so schnell vergessen werden.

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17. September 2019, 05:12 Uhr

Hannover | Rund 250 ICE-Reisende haben wegen eines technischen Problems am Montagabend auf offener Strecke den Zug wechseln müssen. Der ICE war auf dem Weg von Berlin nach Köln in der Nähe des Hauptbahnhofs in Hannover-Leinhausen liegen geblieben, wie ein Sprecher der Bahn am frühen Dienstagmorgen sagte. Vor der Evakuierungsaktion war der Versuch gescheitert, den Zug abzuschleppen.

Die Passagiere reisten mit einer Verspätung von drei Stunden weiter, nachdem sie über Leitern in das Gleisbett und von dort aus in einen auf den Nachbargleisen geparkten Ersatzzug gestiegen waren.

Nicht die einzige ICE-Panne des Tages

Mehrere Menschen kritisierten auf Twitter, dass für den Ersatzzug erst ein Lokführer habe anreisen müssen. "Fahrgäste dürsten, keine Versorgung mit Getränken", schrieb ein Nutzer an die Deutsche Bahn. Andere lobten die Handhabung: "Mitternacht. Erster Wagen evakuiert. Respekt für die Mitarbeiter der #Bahn. Sind selber schon total durch, bleiben aber ruhig und professionell", schrieb ein Twitternutzer. Auf andere Zugverbindungen wirkte sich der ICE-Defekt nicht aus.


Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war am Montag von einer ICE-Panne betroffen: Auf der Fahrt von Berlin nach Hannover zur Metallbearbeitungs-Messe Emo musste er den Zug wechseln. "Heute #ICE-Störung nach dem Start. Jetzt sitzen wir in einem anderen – überfüllten – nach #Hannover", twitterte sein Kommunikationsleiter.


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