Teilweise gefährdete Art darunter : 1500 Schildkröten in Koffern: Tierschmuggel in Manila aufgeflogen

Mit Klebeband zugeklebte kleine Schildkröten wurden für den Transport in einen Karton gestopft.
Mit Klebeband zugeklebte kleine Schildkröten wurden für den Transport in einen Karton gestopft.

Offenbar fürchtete der Besitzer, erwischt zu werden und ließ deshalb die Koffer stehen, mutmaßt die Polizei.

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04. März 2019, 15:55 Uhr

Manila | Philippinische Behörden haben auf dem Flughafen von Manila 1529 in Koffern versteckte Schildkröten sichergestellt. Die mit Klebeband verschnürten Tiere waren lebendig, als Beamte sie am Sonntagabend in vier zurückgelassenen Koffern fanden, wie die Zoll- und Flughafenbehörde am Montag mitteilte. Die Koffer gehörten demnach zu einem aus Hongkong eingereisten Passagier.

Polizei fahndet nach Passagier aus Hongkong

Unter den geretteten Tieren waren den Angaben nach Stern-, Köhler- und Spornschildkröten sowie Rotwangen-Schmuckschildkröten. Die Spornschildkröte gilt als teilweise gefährdete Art. "Der Passagier wurde möglicherweise über die Wachsamkeit des Flughafens in Bezug auf illegalen Wildtierhandel und die Strafen dafür informiert, sodass er vier durchleuchtete Gepäckstücke im Ankunftsbereich zurückließ", mutmaßte der Zoll in seiner Mitteilung.

Die Schildkröten waren lebendig verpackt worden. Foto: dpa/Uncredited/Bureau of Customs Public Information Office
Die Schildkröten waren lebendig verpackt worden. Foto: dpa/Uncredited/Bureau of Customs Public Information Office

Nach dem Passagier werde gefahndet. Sollte er im Inselstaat wegen versuchten Schmuggels verurteilt werden, könnten ihn eine Geldstrafe und eine Haft von bis zu zwei Jahren erwarten. Die philippinische Regierung kämpft seit Langem gegen den Schmuggel und illegalen Handel von Wildtieren. Die Schildkröten wurden nach ihrer Befreiung an das Umwelt- und Naturschutzministerium des Landes übergeben.

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