Ferienbeginn: Tanken im Ausland ist günstiger

Tanken könnte in Deutschland pünktlich zu Beginn der Sommerferien wieder deutlich teurer werden. (Bild: dpa)
Tanken könnte in Deutschland pünktlich zu Beginn der Sommerferien wieder deutlich teurer werden. (Bild: dpa)

Pünktlich zum Ferienbeginn in den ersten Bundesländern befürchten die Verkehrsclubs wieder steigende Preise an den Zapfsäulen. Autofahrern, die ihre Reisekasse schonen wollen, sollten auf dem Weg in den Urlaub im Ausland tanken.

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24. Juni 2009, 06:46 Uhr

Hamburg/München (dpa/tmn) - «Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gehen wir davon aus, dass die Preise nicht sinken, sondern passend zur Reisewelle anziehen», sagtRainer Hillgärtner , Sprecher des Auto Club Europa (ACE). Dann kann es sich lohnen, auf dem Weg in den Urlaub erst hinter der Grenze zu tanken, denn dort ist der Sprit oftmals billiger als in Deutschland. Am günstigsten lässt sich laut dem ADAC in Luxemburg, Kroatien und Polen tanken. Aber auch in Österreich und Spanien lohnt sich ein Tankstopp.

Der ACE empfiehlt Autofahrern, bereits in Deutschland auf die Spritpreise zu achten. So sollten Fahrer ihren Tank in Hochpreisphasen nicht komplett füllen und freie Tankstellen anfahren. «Die sind etwas günstiger als Markentankstellen, weil sie ihre Gewinne knapper kalkulieren», erklärt Hillgärtner.

Verkehrsclub gegen Mineralölwirtschaftsverband

Die Spritpreise zu Beginn der Ferienzeit zu erhöhen, dazu gibt es laut ACE keinen Grund: «Wir sehen vielmehr reichlich Spielraum nach unten», sagt Hillgärtner. «An vielen Tankstellen sind wir nur noch weniger als 30 Cent entfernt von den Höchstpreisen im Sommer des vergangenen Jahres, wo der Liter Super Plus rund 1,60 Euro kostete. Damals lag der Ölpreis aber bei rund 150 Dollar pro Barrel (159 Liter), heute bei weniger als 70 Dollar.» Damit sei offensichtlich, dass die Preise an den Zapfsäulen künstlich hoch gehalten werden, sagt Hillgärtner.

Die Mineralölwirtschaft erklärt dagegen, dass Veränderungsraten von Öl- und Benzinpreis nicht direkt vergleichbar seien. «Die Rohölpreise haben nur mittelbaren Einfluss auf die Benzinpreise», sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg. Die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes in Berlin Karin Retzlaff erklärt, entscheidend für die Verbraucherpreise seien die Einkaufspreise für das Produkt Benzin. Außerdem würden die USA derzeit auf dem Weltmarkt massiv Öl einkaufen, weil dort die Raffineriekapazität - unter anderem durch Wartungsarbeiten - zu gering sei.

Deutschland: Super 1,35 Euro; Diesel 1,12 Euro

Österreich: Super 1,05 Euro; Diesel 0,99 Euro

Schweiz: Super 1,09 Euro; Diesel 1,07 Euro

Italien: Super 1,31 Euro; Diesel 1,19 Euro

Frankreich: Super 1,29 Euro; Diesel 1,03 Euro

Dänemark: Super 1,45 Euro; Diesel 1,21 Euro

Polen: Super 0,97 Euro; Diesel 0,82 Euro

Niederlande: Super 1,50 Euro; Diesel 1,09 Euro

Kroatien: Super 0,96 Euro; Diesel 0,90 Euro

Spanien: Super 1,02 Euro; Diesel 0,96 Euro

(Quelle: ADAC)

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