Tipps und nützliche Gadgets : So machst Du Deinen Camper diebstahlsicher

svz+ Logo
Wenn Du Sicherheitsratschläge beachtest und die Maschen der Diebe kennst, kannst du deinen Camper vor Einbrüchen und Diebstahl schützen.
Wenn Du Sicherheitsratschläge beachtest und die Maschen der Diebe kennst, kannst du deinen Camper vor Einbrüchen und Diebstahl schützen.

Ist Dein Camper nicht nur schick und bequem, sondern auch ausreichend gesichert? Hier findet Du Tipps und Gadgets.

Exklusiv für
SVZ+ Nutzer
svz+ Logo

von
19. April 2021, 13:30 Uhr

Hamburg | In diesem Artikel erfährst Du:

  • wie Du Deinen Camper am besten vor einem Diebstahl schützt
  • in welche Hilfsmittel Du investieren solltest
  • welche Tricks Einbrecher anwenden

Auf Reisen wird der Bulli zu Deinem Zuhause auf Rädern. Umso ärgerlicher ist es, wenn Einbrecher sich daran zu schaffen machen oder er sogar gestohlen wird. Die Nachfrage nach Bullis ist groß und die Diebesbanden gut organisiert. Wenn Du einige Sicherheitsratschläge beachtest und die Maschen der Diebe kennst, kannst du du deinen Bulli vor Einbrüchen und Diebstahl schützen.

Wertgegenstände bleiben am besten direkt zu Hause

Wertvolle Gegenstände, die Du auf der Reise nicht unbedingt brauchst, sollten am besten direkt zu Hause bleiben. Ins Reisegepäck gehören aber Kopien der Fahrzeug- und Ausweispapiere sowie die Nummer Deiner Bank, um Geld- und Kreditkarten im Notfall sperren zu lassen. Brustbeutel und schwer erreichbare Innentaschen sind sicherer als Umhängetaschen. Lasse im Auto auch keine Gegenstände offen auf Beifahrer- oder Rücksitz liegen. Das lockt Diebe geradezu an.

Mehr Artikel aus unserem neuen Ressort #neo findest Du hier:

Bei Unfällen: Pannendienst statt fremde Helfer

Auf der Reise kann es immer mal zu einem Defekt am Auto kommen. Ein betriebsbereites Handy mit der eingespeicherten Nummer des Pannendienstes des jeweiligen Reiselandes ist wichtig. Allein schon das Zeigen des Handys kann Diebe davon abhalten, eine eventuell sogar von ihnen provozierte Panne für einen Überfall zu nutzen.

Bei einer Panne solltest Du auf den Abschleppdienst warten, anstatt Angebote von fremden anzunehmen.
imago images/Westend61
Bei einer Panne solltest Du auf den Abschleppdienst warten, anstatt Angebote von fremden anzunehmen.

Wenn unmittelbar nach einer Panne ein Abschleppwagen zufällig stehen bleibt und Hilfe anbietet, ist Misstrauen angebracht. Zeigt dein Handy kein Netz an, empfiehlt es sich, das Auto abzuschließen und sich einige Meter zu entfernen. Häufig arbeiten Betrüger in ihren Pannenfahrzeugen mit Störsendern, die das Telefonnetz unterbrechen. Warte lieber darauf, dass der offizielle Pannendienst kommt.

Nur auf offiziellen Plätzen übernachten

Generell solltest Du nach Möglichkeit auf gesicherten Camping- oder Wohnmobilstellplätzen übernachten und nie auf Parkplätzen oder Raststätten direkt an der Autobahn.

Wohnmobil sichern: Diese Hilfsmittel brauchst Du

Bevor Du jetzt vorschnell alle möglichen Gadgets online kaufst, solltest Du abwägen, welche Sicherheitsmaßnahmen für Dich am sinnvollsten sind:

Spanngurte oder Ketten, die durch Haltegriffe und Armlehnen gezogen werden, verhindern zum Beispiel das Öffnen der Fahrerhaustüren von außen. Türsicherungen, Diebstahlwarnanlagen und Gaswarngeräte gibt es im Fachhandel. Zusatzschlösser, Querriegel und Kontaktsensoren zur Überwachung für Fenster und Türen gibt es als ebenfalls als Zubehör.

Ebenso erhältlich sind Hilfsmittel, die verhindern, dass der Motor anspringt: Batterietrennschalter, auch "Nato-Knochen" genannt, verhindern den Motorstart. Zündschalter sind genauso unauffällig und effektiv, da bei ihrer Anwendung Licht und Radio funktionieren, aber der Bus nicht anspringt. Die Batterie ist nach einigen Fehlversuchen leer.

Zur Diebstahlsicherung über Nacht eignen sich Gurte oder Ketten, die dafür sorgen, dass Türen nicht von außen geöffnet werden können.
imago images/Kickner
Zur Diebstahlsicherung über Nacht eignen sich Gurte oder Ketten, die dafür sorgen, dass Türen nicht von außen geöffnet werden können.

Bullis mit einer sogenannten Lenkradkralle oder auch einem Bügel am Vorderrad sieht man häufiger. Der Vorteil liegt vor allem in der Abschreckung. Allerdings bezeichnen echte Profis sie wohl nur als "Geschenkbänder", weil die den Raub lediglich verzögern. Wird der Lenkradkranz durchsägt, ist die Kralle ab, der Bus aber fahrbar. Eine Variante ist ein gespreizter Stahlstab zwischen Pedal und Lenkrad, der beides blockiert. Pedalfesseln kann man schnell montieren und sie sind von außen nicht sofort sichtbar.

Zur Verfolgung bei einem gestohlenen Fahrzeug gibt es GPS-Tracker, die dem Besitzer immer auf dem Handy die Position des Wagens anzeigen. Aber die Diebe setzen oft Störsender ein und legen damit viele GPS-Tracker lahm. Bei Tests hat sich gezeigt, dass billige Tracker zum Beispiel kein Signal senden, wenn der Wagen in einer Tiefgarage steht. Wer sich so ein Gerät einbaut, muss immer dafür sorgen, dass es mit Strom versorgt ist, da es ansonsten nicht sendet.

Auch das Äußere deines Bullis kann für Diebe eine Rolle spielen. Traurig, aber wahr: Je besser der Zustand, desto attraktiver ist der Bulli für professionelle Banden. Das gilt insbesondere für ältere Busse. Viele Besitzer verzichten auf eine optisch schöne Lackierung nach der Rostentfernung, um Diebe abzuschrecken.

Wenn Du oft mit deinem Bulli verreisen möchtest und ihn selbst umbaust, kannst Du außerdem über den Einbau eines Safes nachdenken, in dem Du Dokumente und Wertsachen verstaust.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Vorsicht vor diesen Tricks der Einbrecher

Der ADAC warnt vor weiteren Maschen der Einbrecher: Mitglieder schildern zahlreiche Diebstähle nachts auf Raststätten. Die Urlauber vermuten, dass Diebe Betäubungsgas ins Wohnmobil leiteten und so unbemerkt von den Schlafenden einbrechen konnten. Nachweisen lässt sich das allerdings nicht.

Dieser Text gehört zu unserem neuen Ressort #neo, das sich speziell an junge Leserinnen und Leser richtet. Mehr Infos und alle Texte findest Du hier.

Aus Frankreich wurden dem ADAC auch einzelne Einbrüche auf Campingplätzen gemeldet. Gauner täuschen dort eine Reparatur an ihrem Fahrzeug vor – mit lautem Motorlärm, der die Urlauber ablenkte, während ein Dieb ins Wohnmobil einbrach. Es lohnt sich also, nicht nur sein Fahrzeug diebstahlsicher auszustatten, sondern auch stets aufmerksam sein Umfeld zu beobachten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen