Space Bubbles gegen Corona : Tanzen in Bällen aus Plastik – sieht so das Konzert der Zukunft aus?

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'The Flaming Lips'-Frontmann Wayne Coyne beim Stagediving in einer Plastikkugel.
"The Flaming Lips"-Frontmann Wayne Coyne beim Stagediving in einer Plastikkugel.

Wie ein Konzert unter Corona-Bedingungen aussehen kann, macht eine US-Rockband vor. Getanzt wird in Bällen aus Plastik.

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28. Januar 2021, 17:31 Uhr

Oklahoma City | Die Corona-Pandemie machte echte Konzerterlebnisse zunichte. Wie es weitergehen könnte, zeigte eine US-Rockband mit einem Auftritt, bei dem Musiker und Zuschauer in Plastikbällen steckten.

Die Band "The Flaming Lips" trat am Wochenende in ihrer Heimat Oklahoma City auf – und das nicht nur virtuell. Die Musiker bewiesen Einfallsreichtum, um auch in Corona-Zeiten ein Live-Konzert auf die Beine zu stellen. Zu ihrem Hygienekonzept gehörten große Plastikbälle, sogenannte "Space Bubbles". Sowohl die Band als auch die Zuschauer steckten von Kopf bis Fuß in den durchsichtigen Kugeln. Dabei hielten sie Abstand voneinander und schützten sich vor den Aerosolen anderer Konzertbesucher.

Wie das aussah, dokumentierte Frontmann Wayne Coyne bei Instagram:

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Die "Space Bubbles" nutzte die Band nicht erst seit der Corona-Krise. Seit Jahren waren sie bereits fester Bestandteil der Show. Frontmann Wayne Coyne ließ sich am Ende eines Konzerts in einer Kugel über den Köpfen der Zuschauer gerne durch die Halle bugsieren – diese Art des "Stagediving" ist zum Markenzeichen der Gruppe geworden. Nun konnten "The Flaming Lips" auch während der Corona-Pandemie ein Live-Erlebnis ermöglichen.

Coyne sagte dazu gegenüber dem "Rolling Stone": "Diesen verrückten Kram machen wir, damit wir ein Konzert genießen können, ohne unsere Familien und andere in Gefahr zu bringen." Wegen steigender Infektionszahlen in den USA musste das Konzert von Dezember auf Januar verschoben werden.

Wie lief das Space-Bubble-Konzert ab?

Der Ablauf des Space-Bubble-Konzerts war ein anderer als man es bisher gewohnt ist. Zu Beginn lagen die Plastikbälle noch unaufgepumpt auf dem Hallenboden. Für jeden Konzertbesucher gab es eine Flasche Wasser, ein Handtuch und einen speziellen Lautsprecher für höhere Frequenzen. Diese Dinge gehörten mit in die "Space Bubble". Die Plastikkugeln wurden mit Frischluft befüllt, sobald ein Besucher an Ort und Stelle eingetroffen war. Auf dem Weg dorthin musste eine Atemschutzmaske getragen werden. Zu beachten war, dass es in den Bällen ziemlich warm werden kann.

Und was war, wenn man raus musste? Dafür bekam jeder Zuschauer noch ein Schild. Mit diesem konnte angezeigt werden, ob man Hilfe benötigte oder auf Toilette musste. Als das Konzert vorbei war, rollten die Zuschauer in ihren Bällen aus der Halle. Die Band behauptete, so ein Konzert sei sicherer als ein Supermarktbesuch. Und Frontmann Coyne war sich sicher: "Das ist die neue Normalität."

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