Kochbox mit saisonalen Produkten : „Good Farm Box“ im Test: Kann die Bio-Kiste überzeugen?

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Die Good Farm Box im Test: 'Mir gefällt das Konzept von Good Bank, dass die Basis der Rezepte vegan ist und für die vegetarische und omnivore Version lediglich Lebensmittel hinzugefügt werde.'
Die Good Farm Box im Test: "Mir gefällt das Konzept von Good Bank, dass die Basis der Rezepte vegan ist und für die vegetarische und omnivore Version lediglich Lebensmittel hinzugefügt werde."

"Kochbox trifft Gemüsekiste": So wirbt das Unternehmen Good Bank für sein Essenskit. Wir haben den Test gemacht.

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12. Juni 2021, 10:30 Uhr

Hamburg | In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie eine Kochbox funktioniert.
  • Wie der Anbieter Good Bank in unserem Test abschneidet.
  • Wann sich eine Kochbox lohnt.

Nachdem wir bereits die Kochboxen von Hello Fresh, Dinnerly und Marley Spoon getestet haben, folgt diese Woche die Box von Good Bank. Das Unternehmen aus Berlin bietet inzwischen seinen Service auch deutschlandweit an. So schneidet die "Good Farm Box" in unserem Test ab.

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Diese Gerichte haben wir getestet

Good Bank bietet seine Kochbox in der omnivoren, vegetarischen und veganen Version an. Anders als bei den anderen Anbietern gibt es keine Größen-Auswahl. Jede Box enthält drei bis vier Rezepte für zwei Personen. Für den Test haben wir uns auch dieses Mal für die vegetarische Box entschieden.

Folgende Rezepte haben wir ausprobiert:

  • Selbst gebackenes Brot mit Bio-Brie und Rhabarber-Marmelade
  • Geschmorrter Sellerie mit Linsen, Knoblauch und Rosmarin
  • Super-grüne, reichhaltige Kokosmilchsuppe mit knusprigem Brot und Kichererbsen
Wie funktioniert das Kochbox-Prinzip?

Zur Erklärung

Mit einer Kochbox wird Dir Dein Essen in angepasster Menge und nach Rezeptwunsch nach Hause geschickt. Dafür musst Du Deine Kochbox bei einem Anbieter Deiner Wahl bestellen und Dir beliebige Rezepte aussuchen.
Die Bestellung von Kochboxen ist denkbar leicht. Nachdem Du Dir einen Anbieter ausgesucht hast, musst Du Dich mit Daten, Adresse und Zahlungsweise registrieren. Du kannst aus verschiedenen Angeboten das passende für Dich wählen: Egal, ob vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Sogar Familienboxen mit kinderfreundliche Rezepte oder Angebote für den Thermomix sind im Angebot erhältlich.
Zusätzlich kannst Du bestimmen, wie viele Gerichte Du bestellen möchtest. Du kannst zwischen drei bis fünf Gerichten bei einem Zwei-Personen-Haushalt Vier-Personen-Haushalt wählen.

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1. Lieferzeit und Zustellung

Da die Bestellungen bei Good Bank am Mittwoch verschickt werden, können Aufträge, die bis Dienstag Nacht eingehen, noch in der laufenden Woche berücksichtigt werden. Bis zum Freitag sollen sie dann eintreffen. In Berlin werden die Bestellungen vom Unternehmen direkt ausgeliefert. Wir haben die Kochbox an einem Donnerstag bestellt und genau eine Woche später erhalten.

Bei der ersten Lieferung kann man sich bei der deutschlandweiten Bestellung keinen Liefertag aussuchen und auch keine Individualisierung der Rezepte vornehmen. Wer in Berlin wohnt, kann diese Funktionen nutzen und die Box auf laktosefrei, glutenfrei oder ohne Schweinefleisch einstellen.

Als das Paket versendet wurde, erhielten wir einen Link zur Sendungsverfolgung bei DPD und kurz vor dem Eintreffen noch eine Information mit einem einstündigen Zeitfenster für die Zustellung. In einer weiteren E-Mail bekommt man von Good Bank dann noch Infos zu den in der Box erhaltenen Zutaten und einen Link zu den Rezepten. Hier kann man nachlesen, welche Zutaten man bereits zu Hause haben sollte.

Mehr #neo gibt's hier:

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2. Die Kochbox

Die Kochbox war unten mit Holzwolle gepolstert, darauf lagen die Rhabarber-Stangen und der Staudensellerie. In drei Papiertüten befanden sich dann noch – nach dem jeweiligen Rezept aufgeteilt – die Konserven mit den Hülsenfrüchten sowie das Gemüse, Obst und eine Gewürzmischung.

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Rebecca Niebusch

In dem Paket lagen außerdem Din-A-4-Blätter mit den Rezepten; ein Mal in der deutschen und ein Mal in der englischen Version und eine Inhaltsliste. Auf der Liste kann man nachlesen, welche Mengen an Obst und Gemüse geliefert wurden, aus welchem Land die Ware kommt und ob man das jeweilige Lebensmittel im Kühlschrank lagern muss.

Die Inhaltsliste der Kochbox
Rebecca Niebusch
Die Inhaltsliste der Kochbox

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3. Frische

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Rebecca Niebusch

Obst und Gemüse kamen unbeschädigt und frisch bei uns an. Wir bekamen sogar eine Stange Rhabarber und zwei Äpfel mehr als auf der Inhaltsliste angegeben. Konserven und Gewürzpäckchen waren ebenfalls intakt. Da die Box am Mittwoch verschickt wurde, war sie auch nur gut einen Tag in der Post.

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4. Zubereitung und Geschmack

Die beiliegenden Rezept-Blätter geben Auskunft darüber, welche Zutaten aus der Box in die Mahlzeit kommen, welche Utensilien und weiteren Zusätze man braucht und wie lange das Kochen dauert. Zur Suppe gibt es den zusätzlichen Hinweis, dass sie entweder als Hauptmahlzeit für zwei Personen passend ist, oder als "Meal Prep"-Snack für den nächsten Tag aufbewahrt und dann gegessen werden kann. Eine Einschätzung der Schwierigkeit oder Nährstoffangaben gibt es bei Good Bank nicht.

Die Zubereitungsanleitung gibt es sowohl auf den Karten, als auch noch einmal auf der Website. Wenn man die Karte zwischenzeitlich entsorgt hat oder das Gericht noch einmal kochen will, kann man es hier also nachlesen. Die Zeitangaben für die Zubereitung stimmten in unserer Erfahrung mit dem Kochen überein. Bei dieser Box dauert die Zubereitung der Gerichte mindestens 40 Minuten. Für die Brotzeit muss man insgesamt 120 Minuten einplanen, muss aber logischerweise nicht die ganze Zeit am Herd stehen.

Grüne Kokosmilchsuppe mit Kichererbsen
Rebecca Niebusch
Grüne Kokosmilchsuppe mit Kichererbsen

Wie bei den anderen Kochboxen empfiehlt es sich, das Rezept zuerst einmal komplett durchzulesen. Die Rhabarber-Marmelade kann man so direkt kochen, sobald man das Brot in den Ofen geschoben hat, damit sie danach noch genug Zeit zum Auskühlen hat. Alle drei Gerichte haben lecker geschmeckt und waren stimmig zusammengestellt; die Suppe und den geschmorrten Sellerie habe ich aber großzügig nachgewürzt.

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5. Preis

Die omnivore Box kostet bei Good Bank 34,90 Euro, die vegetarische 29,90 Euro und die vegane Variante 27,90 Euro – inklusive Versand. Bei den drei Gerichten, die wir in der Veggie-Box hatten, zahlt man also 4,98 Euro pro Portion. Im Vergleich zu den Boxen der anderen Anbieter muss man hier allerdings hervorheben, dass die Preise im Abo gleich bleiben. Bei Hello Fresh, Dinnerly und Marley Spoon hatten wir für unsere erste Bestellung einen Willkommensrabatt bekommen und haben dadurch gespart.

Zum Vergleich haben wir bei einem Online-Supermarkt alle Zutaten aus der Box in den Einkaufswagen gelegt (Zusätze wie Mineralwasser, Essig und Gemüsebrühe ausgenommen) und kamen auf einen Preis von 19,90 Euro. Die Linsen, Kichererbsen und die Brot-Backmischung zum Beispiel waren hier aber nicht in Bio-Qualität erhältlich.

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6. Müll und Nachhaltigkeit

Bei der "Good Farm Box" sind als Verpackung lediglich die Holzwolle zur Polsterung und drei Papiertüten enthalten. Darin waren zum Beispiel die Äpfel, Zucchini und Kartoffeln eingeschlagen, damit sie nicht durch die Konserven beim Transport beschädigt werden. Bei unserer Box war nur noch eine kleine Tüte mit der Gewürzmischung für die Suppe dabei. Die Soßen werden laut Website auch in wiederverwendbaren Gläsern und nicht in Plastik verschickt; bei unseren Rezepten war aber keine dabei.

Die Rezepte sind außerdem auf recyceltem Papier gedruckt. Was die Menge an Verpackungsmüll und die Nachhaltigkeit angeht schneidet diese Box also etwas besser ab als die Konkurrenz, die teilweise viele Werbeprospekte und Gewürztütchen beilegt.

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Rebecca Niebusch

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7. Persönliches Fazit von Testerin Rebecca

Die "Good Farm Box" hat mir insgesamt gut gefallen. Ich fand die Zusammenstellung einen tollen Anreiz, um mit saisonalen Bio-Zutaten zu kochen und sich Zeit dafür zu nehmen, zum Beispiel mal wieder ein Brot zu backen und Marmelade zu kochen. Diese Box ist damit eher für Menschen geeignet, denen die Qualität der Lebensmittel und Nachhaltigkeit wichtig ist und die nicht nur an Convenience interessiert sind.

  • Guter Mix aus Gemüsekiste und Kochbox

Bei dieser Box bekommt man zur saisonalen Gemüsekiste quasi die passenden Rezepte dazu. Das ist ein guter Kompromiss, wenn man sich keine eigenen Kreationen überlegen möchte und bekommt vielleicht etwas geliefert, zu dem man im Supermarkt vielleicht eher nicht gegriffen hätte.

  • Abwechslungsreiche Rezepte ohne viel "Schnick Schnack"

Die vegetarischen Rezepte aus der Box kommen mit viel Gemüse und ohne Fleischersatz-Alternativen aus – trotzdem schmecken sie gut. Ebenfalls toll fand ich, dass man mal nicht nur mehrere warme Hauptgerichte hatte, sondern auch eine Brotzeit zubereitet hat. Das ist eine schöne Abwechslung.

Mir gefällt das Konzept von Good Bank, dass die Basis der Rezepte vegan ist und für die vegetarische und omnivore Version lediglich Lebensmittel hinzugefügt werden – bei dieser Box gibt es zum Beispiel Brie für das Brot, die fleischhaltige Variante enthielt noch Grillwürste. Theoretisch könnte also jeder mitessen, wenn er die betreffenden Zutaten einfach weglässt.

  • Großzügige Portionen

Im Gegensatz zu den anderen Kochboxen sind die Portionen großzügig kalkuliert. Auch bei zwei Personen war bei jeder Mahlzeit noch ein Nachschlag drin und jeder wurde satt.

Selbst gebackenes Brot mit Bio-Brie und Rhabarber-Marmelade
Rebecca Niebusch
Selbst gebackenes Brot mit Bio-Brie und Rhabarber-Marmelade

Dieser Text gehört zu unserem neuen Ressort #neo, das sich speziell an junge Leserinnen und Leser richtet. Mehr Infos und alle Texte findest Du hier.

Einige Dinge sollte man vor dem Bestellen der Kochbox allerdings beachten:

  • Die Rezepte können bei der ersten Bestellung nicht ausgewählt werden

Wenn man nicht in Berlin wohnt, kann man bei der ersten Box die Gerichte nicht personalisieren (abgesehen von der Auswahl ob vegetarisch, omnivor oder vegan). Das ist schade, da ich kein großer Sellerie-Fan bin und dementsprechend lieber gegen ein anderes Gericht getauscht hätte.

  • Vorsicht vor der Abo-Falle

Bei der Bestellung der Kochbox wird man nicht aktiv darauf hingewiesen, dass es sich um ein Abonnement handelt. Ich wusste das bereits aus unseren vorherigen Tests. Good Bank schickt allerdings eine Erinnerungsemail, bevor das Abonnement verlängert wird und ist damit transparenter als andere Anbieter.

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