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Meinung

20. November 2017 | 18:32 Uhr

Taten folgen lassen

vom

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2007 | 10:24 Uhr

Angela Merkel musste sich dafür von ihrem eigenen Außenminister schon den Vorwurf gefallen lassen, sie betreibe Afghanistan-Politik von der Sofaecke aus. Mit ihrem Blitzbesuch am Hindukusch hat die Kanzlerin den Versuch unternommen, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Merkels Besuch wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in Afghanistan. Die enormen Vorkehrungen zu ihrem Schutze machen noch einmal deutlich, wie sehr sich die Sicherheitslage verschärft hat. Vom Ziel eines friedlichen und demokratischen Gemeinwesens scheint das Land noch Lichtjahre entfernt zu sein. Was beim Aufbau ziviler Strukturen erreicht wurde, kann kaum zufrieden stellen. Das Engagement der EU-Staaten und auch der Deutschen zur Ausbildung von heimischen Polizeikräften ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Da helfen auch Lippenbekenntnisse nicht, dass es eine neue Balance zwischen zivilem Engagement und Militär-Einsatz geben müsse. Solange die nicht gefunden ist, kann keine Rede sein von einem Wechsel hin zu einer wirksamen Strategie der internationalen Gemeinschaft für Afghanistan.
Merkels Ankündigungen, die Polizeiausbildung vor Ort stärker unterstützen zu wollen, müssen jetzt schnell Taten folgen.

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