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Meinung

21. November 2017 | 00:15 Uhr

SPD auf Linie

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2007 | 07:23 Uhr

Kurt Beck hat es geschafft. Mit der Forderung nach einer Reform der Agenda 2010 hat er den Rückhalt in der Partei gefunden, den sie ihm so lange verweigert hatt. Der Pfälzer ist über Nacht wieder zum Hoffnungsträger der SPD geworden. Es lag also nicht an der Person, sondern an der politischen Linie. Es zählen nicht mehr die eine Million neuen Arbeitsplätze auch Dank der Agenda, der Aufstieg aus dem Tal der Tränen, es zählen nur noch die Reinheit des Weges unter des Fahne des demokratischen Sozialismus.

Deshalb sind ja auch Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier und Matthias Platzeck, die mit ihrem Buch "Auf der Höhe der Zeit" ein neues Denken in der Debatte über den künftigen Weg der Partei eingefordert hatten, innerparteilich inzwischen mega-out. Da hilft dem Außenminister auch nicht, dass er Beck auf halbem Weg mit einem Kompromiss entgegen kommen will. Ob die Partei in ihm noch eine künftige Führungsfigur sieht, bleibt abzuwarten. Ist sie doch scheinbar fest entschlossen, ihren einstigen Parteivorsitzenden und jetzigen Arbeitsminister Franz Müntefering ein zweites Mal zu demontieren.

Die SPD ist nicht mehr stolz auf ihre eigene Leistung. In dem Maße, wie sie sich für die Agenda 2010 schämt, wächst das Punktekonto der Bundeskanzlerin. Fast könnte man glauben, dass die Sozialdemokraten das weniger irritiert als die Tatsache, dass Die Linke in den jüngsten Umfragen schon fast halb so
stark ist wie die SPD.

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