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Meinung

25. November 2017 | 06:55 Uhr

Kindereien

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2007 | 11:06 Uhr

Zwar bleibt das große Chaos aus. Doch spätestens angesichts des 30-stündigen Ausstandes bei der Bahn ist es so weit: Der Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL nervt. Für Pendler ist es schon Gewohnheit geworden, sich abends noch schnell zu informieren, ob am nächsten Morgen die Züge rollen. Natürlich: Ein Streik soll und darf nerven. Doch bei der Art und Weise, wie dieser Tarifkonflikt abläuft, endet das Verständnis. Da widersprechen sich GDL-Funktionäre ständig, und Gewerkschaftsboss Manfred Schell verabschiedet sich in die Kur, nur um vom Bodensee aus die Bahn-Verhandlerin Margret Suckale zum Rücktritt aufzufordern. Die Bahn lässt keine Möglichkeit aus, zu tricksen.
Auf die Forderung nach einem "eigenständigen" Tarifvertrag antwortet sie mit einem "eigenen" - jeder darf darunter verstehen, was er will. Und zwar erklärt sich der Konzern bereit, die Lokführer besser zu entlohnen, knüpft dies aber an
Mehrarbeit. Diese Form der Tarifpolitik ist verantwortungslos - dazu tragen alle Beteiligten bei. So traurig es ist: Auf Basis solcher Kindereien entstehen die aktuellen Streiks. Die dringend erforderliche Abstimmung zwischen den Gewerkschaften findet nicht statt. An gekränkten Eitelkeiten und persönlichen Abneigungen aber darf eine Einigung nicht scheitern. Dafür kann es wirklich kein Verständnis geben.

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