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Meinung

25. November 2017 | 01:28 Uhr

Keine Panik - noch nicht

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2007 | 11:07 Uhr

Noch bleibt Zeit. Der nächste Abschwung kommt zwar bestimmt, aber er dürfte noch auf sich warten lassen. Auch wenn es konjunkturelle Risiken gibt, von den noch ungewissen Folgen der US-Immobilienkrise bis hin zur Entwicklung des Ölpreises: Dass die Bundesregierung ihre Prognose nach unten korrigiert und für nächstes Jahr noch mit 2,0 statt 2,4 Prozent Wachstum kalkuliert, ist an sich noch kein Alarmzeichen. Die Botschaft lautet: Der Aufschwung geht weiter, wenn auch mit weniger Dynamik. Der Hinweis von Finanzminister Peer Steinbrück, vor einigen Jahren hätte man sich über solche Aussichten noch gefreut, ist mehr als berechtigt. Es gibt keinen Grund, wegen der prognostizierten Konjunktur-Eintrübung in Panik zu verfallen. Doch gilt es, die Weichen richtig zu stellen, damit Deutschland vom neuen Abschwung weniger stark getroffen wird als vom vorigen. Gefragt sind Wachstumsimpulse, Qualifizierung und Reformen. Die von der Koalition erreichte Senkung der Lohnnebenkosten bringt eine Milliarden-Entlastung für die Unternehmen und leistet einen Beitrag, Arbeitsplätze sicherer zu machen. Ein weiterer deutlicher Senkungsschritt bei Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung erscheint möglich. Und doch hat sich das Gefühl, vom Aufschwung zu profitieren, noch nicht bei vielen eingestellt. Auch das erklärt die weit verbreitete Sorge vor dem nächsten Konjunktur-Tief.

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