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Meinung

16. Dezember 2017 | 21:50 Uhr

Höchste Zeit zu handeln

vom

Rasmus Buchsteiner: OECD-Bildungsbericht

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2007 | 08:30 Uhr

Selbstzufriedenheit ist völlig fehl am Platze. Auch wenn die neue OECD-Bildungsstudie auf Daten von 2005 fußt und zumindest einige der nach dem Pisa-Schock auf den Weg gebrachten Reformen inzwischen Wirkung zeigen dürften: Für Deutschlands Bildungspolitiker gibt es nicht den geringsten Anlass, sich zurückzulehnen. Andere Länder sind bereits seit längerem auf der Überholspur. Die Zahlen der OECD-Experten für Deutschland zeigen dagegen einmal mehr, wie weit der Weg zur Trendumkehr noch ist. Zu gering die Bildungsausgaben, die Quote der Abiturienten und die Zahl der Hochschulabsolventen.
Zu schlecht die Bilanz gerade in den Ingenieursberufen, wo es bereits heute deutlich weniger Absolventen gibt als Arbeitnehmer, die sich in den Ruhestand verabschieden. Zu groß der Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund und Erfolgen in Schule und Hochschule. Die Defizite im Bildungssystem von heute bedingen den Fachkräftemangel von morgen. Der zeichnet sich bereits ab. Zu viel Zeit ist mit ideologischen Debatten über Schulformen und Strukturen vertan worden. Jetzt ist es höchste Zeit für eine Kraftanstrengung von Bund und Ländern. Die Nationale Qualifizierungsinitiative mag ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Aber noch ist nicht zu erkennen, dass sie ausreicht, um Entscheidendes gegen den Akademikermangel bewirken zu können.

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