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Meinung

18. November 2017 | 22:55 Uhr

Falsches Angebot

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2008 | 06:56 Uhr

Max-Stefan KoslikDass die Stadt Rostock ihre Beteiligungen auf den Prüfstand stellt, ist vernünftig und für die Entwicklung der Stadtfinanzen höchste Eisenbahn. Denn die derzeitige finanzielle Erholung der Stadt von ihrem einstigen prekären Minus von immerhin 90 Millionen Euro könnte von begrenzter Dauer sein, wenn die Steuereinnahmen wieder sinken und sich die Konjunktur verlangsamt.

Die neueste Idee der Rostocker Stadtväter, dabei auch die Anteile am allzu teuren Flughafen nicht mehr unter ein Tabu zu stellen, ist nur begrüßenswert. Auch wenn dann schon mal gefragt werden muss, wie Stadtentwicklung gedacht und geplant wird, wenn man zuerst 25 Millionen in einen teureren Terminal steckt, um dann zu merken, dass man sich damit übernommen hat. In Lübeck, wo Ryanair zu Hause ist, steht heute noch ein Abfertigungszelt, der Terminal folgt, wenn man es sich leisten kann. Oder gar nicht, wen stört es bei einem Billigflieger?

Wie man aber in Rostock darauf kommt, dass das Land ein potenzieller Käufer wäre, bleibt Geheimnis der Stadt. Und wenn gleichzeitig durch Sozialsenator Wolfgang Nietzsche (Linke) verkündet wird, dass man das Südstadtklinikum als 100-prozentige Tochter der Stadt weiter betreiben wolle, und wenn gleichzeitig die Bürgerschaft den gewinnbringenden Verkauf von Wohnungen torpediert, dann fragt man sich, ob Rostock nicht mit dem falschen Angebot am Markt ist. Flughäfen gehen zur Zeit schlecht.

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