zur Navigation springen
Meinung

22. November 2017 | 10:33 Uhr

Ewige Baustelle

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2007 | 08:54 Uhr

Diskontinuität ist eine der wenigen Konstanten in der Schulpolitik Mecklenburg-Vorpommerns. 12-Klassen-Abi, 13-Klassen-Abi, wieder 12-Klassen-Abi, Änderungen der Orientierungsstufe, Ganztagsschule.... - das Schulgesetz, die ewige Baustelle. Den Lehrern wird einiges zugemutet, denn wohl kein anderes Landesgesetz ist in der Vergangenheit so häufig geändert worden.
Ruhe sollte deshalb endlich in die Schulen einziehen, so der erklärte Wille der CDU im Wahlkampf des vergangenen Jahres. Jetzt treibt der eigene Minister das Modell der Selbstständigen Schule voran - wieder eine gravierende Änderungen in der Gestaltung der Schullandschaft.
Die Ziele des neuen Konzepts, das in den kommenden Monaten an den Schulen diskutiert werden soll, sind klar formuliert: Bürokratische Vorgaben fallen weg. Schulen erarbeiten ihr eigenes Leitbild und eigene Lehrpläne, die den Besonderheiten der jeweiligen Bildungseinrichtung Rechnung tragen. Die Kontrolle erfolgt über zentrale Tests wie beispielsweise den Abschlussarbeiten, die Zeugnis über die Effektivität der Schule ablegen und darüber hinaus Wettbewerb ermöglichen. Zudem können Schulleitungen im neuen Konzept bewilligte Sachmittel und Stellen eigenverantwortlich verwalten. Probleme können somit ohne Anträge bei der übergeordneten Schulbehörde vor Ort gelöst werden. Inhaltlich macht die Selbstständige Schule durchaus Sinn.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen