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Meinung

21. November 2017 | 11:26 Uhr

Endlich Sicherheit schaffen

vom

svz.de von
erstellt am 16.Nov.2007 | 09:53 Uhr

Wer zu viel Alkohol trinkt, hat am Steuer nichts verloren. Weder auf der Straße, noch auf See. Kapitäne, die Wodka wie Wasser zu sich nehmen, setzen nicht nur das Leben ihrer Besatzung aufs Spiel. Sie nehmen gleichzeitig eine ökologische Katastrophe mit in Kauf. Ölverschmierte Seevögel, an Land geschwemmte Fische: Bilder, die niemand sehen will.
Der Frachter verlor kein Öl. Es ist alles gut gegangen, wie es scheint. Noch einmal Glück gehabt, möchte man sagen. Doch die Fast-Katastrophe dreht das Scheinwerferlicht auf ein altes, deshalb aber nicht minder schweres Problem. Laut Umweltorganisationen dürfen beispielsweise russische Tanker noch immer ohne Doppelhülle über die Ostsee schippern, steuern sie keine deutschen Häfen an. Die Regelung ist eine Farce, bedenkt man, wie kurz die Entfernung von den Schifffahrtsrouten zu den beliebten Badestränden auf dem Darß ist.
Mit hinein spielt auch die prekäre Sicherheitslage in der Kadetrinne. Die Umweltschützer von Greenpeace fanden schon vor Jahren heraus, dass sich auf der sensiblen Wasserstraße zwischen dem Darß und der dänischen Insel Falster Geisterfahrer nur so tummeln. Kaum einer, der die Verkehrsregeln kennt und einhält. Ungehört blieben bislang auch die Forderungen nach einer Lotsenpflicht in diesem Nadelöhr. Bis es einmal richtig kracht...

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