Bundesländer in der Pflicht

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19. August 2009, 07:01 Uhr

Andreas Herholz Viele Tote und Verletzte, jeden Tag werden die Anschläge blutiger. Afghanistan vor der Wahl. Die Taliban verbreiten Angst und Schrecken, zeigen, dass das zerstörte Land sehr wohl im Krieg ist und von Frieden, Freiheit und Normalität noch weit entfernt. Bomben gegen Fortschritt und Demokratie. Noch immer sind die afghanischen Sicherheitskräfte nicht ausreichend ausgebildet und aufgestellt, um selbst für stabile Verhältnisse zu sorgen. Die Lage in Afghanistan - Fortschritte hin, Erfolge her - ein Desaster. Zu diesem Schluss kommt nicht nur Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), der einen Strategiewechsel fordert. Ein letzter Versuch sozusagen. Schließlich deutet vieles darauf hin, dass auch die USA ähnlich vorgehen könnten. Nicht erst im Wahlkampf hat Präsident Karsai den Verdacht genährt, dass er es mit Korruptionsbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit nicht allzu genau zu nehmen scheint. Höchste Zeit, den Druck zu erhöhen. Höchste Zeit aber auch, dass der Aufbauprozess entschlossener vorangetrieben wird. Wenn Politiker hierzulande nicht müde werden, zu versichern, dass Deutschlands Sicherheit am Hindukusch verteidigt werde, sollten sie sich nicht länger zurückhalten, wenn es darum geht, Polizeiausbilder nach Afghanistan zu schicken. Die Bundesländer sind gefordert.

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