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Meinung

22. November 2017 | 06:41 Uhr

Beweis antreten

vom

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2007 | 07:42 Uhr

Etwa ein Drittel der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern lebt in ärmlichen Verhältnissen. Der wirtschaftliche Aufschwung hat bislang weder die Langzeitarbeitslosen, noch die Geringverdiener erreicht. Da erklärt sich von selbst, warum der Beratungsbedarf der Menschen steigt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband gehört zu den größten Anbietern von entsprechenden Anlaufstellen im Land – und klagt seit Jahren über eine restriktive Förderung. Erst kürzlich hatte auch die flächendeckend agierende Diakonie vor den Folgen von Mittelkürzungen und unsteter Finanzierung gewarnt. Zu Recht appellieren beide Einrichtungen nun verstärkt an die Politik, die Mittel dem Bedarf anzupassen, um ihre Angebote im Flächenland aufrecht erhalten zu können. Dort, wo es weh tut. Dort, wo Wirtschaftsförderung und demokratische Parteiarbeit in der Region nicht mehr spürbar sind. Dort, wo Rechtsextremisten versuchen, die Lage von Menschen auszunutzen, die sich im Stich gelassen fühlen.
Dabei geht es nicht darum, den notwendigen Sparkurs des Landes zu torpedieren. Es geht um die Verteilung der eingeplanten Mittel im Haushaltsentwurf, der derzeit in den Landtagsausschüssen beraten wird. Dass sich die CDU nun dafür einsetzen will, das Förder-Niveau bei der Wohlfahrtspflege wenigstens zu halten, ist noch kein Erfolg. Wenn MV ein Familienland werden will, muss der Beweis auch bei den Beratungsstellen angetreten werden.

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