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Meinung

15. Dezember 2017 | 17:03 Uhr

Andere Zeiten

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2007 | 08:42 Uhr

Viele Arbeitnehmer haben in den letzten 20 Jahren kaum profitiert von Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinnen. Die Statistik aus dem Arbeitsministerium scheint die Wahrnehmung von Millionen Deutschen zu bestätigen. Parteien, Arbeitgeber und Gewerkschaften beeilten sich gestern mit ihren Interpretationen. Jeder versucht eben, auf seine Weise Kapital der Nachricht über die miese Entwicklung der Netto-Einkommen zu schlagen. Doch wichtiger als dieses politische Gezänk ist, dass sich die Perspektiven deutlich verbessert haben und die Zeichen keinesfalls mehr auf Fortsetzung der Entwicklung stehen. Anders als in den Jahren nach der Einheit haben Arbeitgeber erst einmal nicht mit drastisch steigenden Beiträgen für Rente, Krankenkassen und Arbeitslosen- versicherung zu rechnen. Auch ist die Lohnsteuerbelastung zuletzt nicht gestiegen, sondern durch die rot-grünen Reformen sogar ein wenig gesunken. Hinzu kommen die Früchte des Aufschwungs, die geerntet werden können - etwa in Form deutlicher Brutto-Lohnsteigerungen als Folge höherer Tarifabschlüsse. Auch gibt es wieder Spielräume bei den Abgaben aufgrund sinkender Arbeitslosigkeit und sprudelnder Beitragseinnahmen der Sozialkassen. Immer lauter wird auch der Ruf nach Steuer- und Abgabensenkungen. Die Hoffnung auf mehr Netto wird immer größer. Schon bald könnte die große Koalition in der Lage sein, sie zu erfüllen.

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