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Mecklenburg-Vorpommern aus der Luft Nachts über den Dächern von Güstrow

Von Eckhard Rosentreter | 21.11.2017, 05:00 Uhr

So haben Sie die Barlachstadt noch nie gesehen: Wenn sich die Nacht über „Klein Paris“ legt, erstrahlen die Lichter in der sehenswürdigen Kreisstadt - einfach faszinierend!

„Klein Paris“ wurde Güstrow einst genannt – man stelle sich das quirlige Leben unter und zwischen den Dächern der Stadt vor! Seit einigen Jahren darf Güstrow sich offiziell mit dem Attribut „Barlachstadt“ schmücken. Eine Reminiszenz an den bedeutenden Bildhauer, Zeichner und Dramaturgen des 20. Jahrhunderts, der 28 Jahre seines Lebens in Güstrow wirkte. Residenzstadt war Güstrow, und gestern wie heute Kreisstadt – vor der jüngsten Kreisgebietsreform sogar die größte im Land. Lebten in der Hoch-Zeit, zur politischen Wende, noch gut 40 000 Menschen hier im Herzen Mecklenburgs, so sank deren Zahl seither beständig. Jetzt schickt sich Güstrow an, die Marke 30 000 wieder zu erklettern.

Doch nicht nur als Wohnstandort erscheint Güstrow zunehmend attraktiver. Besonders die historische Altstadt, in gut 25 Jahren Stadtsanierung wie Phönix aus der Asche gestiegen, lockt mit Fassaden aus Klassizismus und Renaissance zunehmend Touristen an. Und Güstrow gilt als Kunst- und Kulturstadt. Neben Barlach wissen Kenner um den Geburtsort von Georg Friedrich Kersting, dem Maler der Befreiungskriege, der als Chefdesigner für Meißner Porzellan ebenso Weltgeltung hat wie Otto Vermehren, der die Restaurationswerkstatt der berühmten Florentiner Uffizien leitete.

Aber auch Erlebnistouristen kommen in Güstrow auf ihre Kosten. Da locken die grüne und wasserreiche Umgebung, das kommunale Freizeitbad „Oase“ oder ein Wildpark mit der ganzen Palette einheimischer Tiere und abenteuerlichen Erlebnissen für die ganze Familie. Von Letzterem ist bei unserem nächtlichen Überflug nichts zu erkennen – Tiere brauchen kein elektrisches Licht. Wir drehen ab – Ziel unserer letzten Station: die Landeshauptstadt Schwerin.