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Hamburger Millionenprojekt Elbphilharmonie Zeitweise bis zu 9.000 Baumängel

Von Redaktion svz.de | 30.10.2011, 02:13 Uhr

Am umstrittenen Hamburger Millionenprojekt Elbphilharmonie sind rund 5.700 noch nicht behobene Baumängel festgestellt worden.

Am umstrittenen Hamburger Millionenprojekt Elbphilharmonie sind rund 5.700 noch nicht behobene Baumängel festgestellt worden. Ursprünglich seien es etwa 9.000 Mängel gewesen, wie aus dem aktuellen Sachstandsbericht des Senats der Hansestadt hervorgeht. Die Mängel würden nur schleppend von der Projektgesellschaft Adamanta behoben.

Die Linke-Fraktion liest aus dem komplexen Zahlenwerk des Berichts eine Projektverteuerung um weitere 30 bis 35 Millionen Euro gegenüber einem Ende 2008 beschlossenen Nachtrag. Die Ansprüche des Baukonzerns Hochtief seien da noch nicht mit eingerechnet. Die Kultur-Fachsprecherin der SPD-Fraktion, Gabi Dobusch, betonte indes, derzeit ließen sich konkrete Zahlen zu Kostensteigerungen nicht ableiten. Zu unübersichtlich sei die auch juristisch verfahrene Lage.

Beim Bau des Hauses hat es für den Steuerzahler eine gravierende Kostenexplosion von 77 auf mittlerweile 323,5 Millionen Euro gegeben. Der Eröffnungstermin hat sich seit der Grundsteinlegung im April 2007 immer wieder verschoben. Zuletzt hatte Hochtief die Übergabe des Konzerthauses für April 2014 angekündigt.