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Gestrandete Zeitweilige Fährlinie ins Baltikum brachte 2000 Menschen nach Hause

Von Redaktion svz.de | 17.04.2020, 08:23 Uhr

Für vier Wochen verkehrte wieder eine Fähre zwischen den Häfen Sassnitz-Mukran und Paldiski in Estland. Sie brachte wegen der Corona-Pandemie gestrandete Touristen und Firmenmitarbeiter nach Hause.

Auf der temporären Fährroute zwischen Estland und Deutschland in Folge der Corona-Pandemie sind nach Angaben des Hafens Mukran rund 2000 Passagiere sowie Hunderte Lkw und Pkw befördert worden. Zu den Frachtgütern gehörten zum Großteil Nahrungsmittel, Medizinprodukte, Baumaterialien, Elektronik und Maschinenteile, wie ein Sprecher von Mukran Port auf Rügen mitteilte. Die Verbindung war auf einen Monat befristet. Am Samstag fahre das letzte Schiff zurück nach Paldiski bei Tallinn, sagte eine Sprecherin der estnischen Fährreederei Tallink.

Reederei hatte im März die Fährlinie nach Sassnitz wiederbelebt

Das Hauptziel der Route war zunächst, wegen des Coronavirus gestrandete Touristen in ihre Heimat zurückzubringen und Angestellte estnischer Firmen unter Umgehung der Landesgrenzen aus Mitteleuropa zurückzuholen.

Als die deutsch-polnische Grenze wieder geöffnet wurde und Menschen und Waren passieren konnten, blieb die Route bestehen, um Personen und Güter aus Zentral- und Westeuropa schneller und mit einer höheren Sicherheit in die Baltischen und Nordischen Saaten befördern zu können. Mit der Rückkehr der Normalität an den Grenzen sei die Nachfrage zurückgegangen. Die Fahrten könnten aber jederzeit wiederaufgenommen werden.

Größter deutscher Eisenbahnfährhafen an der Ostsee

Das Tallink-Schiff „Star“ lief vier Wochen lang im Wechsel Mukran und Paldiski an. Eine Fahrt dauert rund 20 Stunden. 100 Lastwagen und zehn Autos sowie bis zu 330 Fahrgäste haben auf der Fähre Platz. Der Fährhafen Sassnitz/Mukran auf der Insel Rügen wurde in den 1980er Jahren gebaut und gilt als größter deutscher Eisenbahnfährhafen an der Ostsee.

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