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Ausstellung „MenschTierMensch“: Galerie Wollhalle in Güstrow Wo Mensch und Tier sich begegnen

Von Jens Griesbach | 31.10.2011, 05:51 Uhr

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist so alt und so eng wie die Menschheit selbst. Doch nur selten findet dieses Thema auch Beachtung in Kunstausstellungen und Galerien.

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist so alt und so eng wie die Menschheit selbst. Doch nur selten findet dieses Thema auch Beachtung in Kunstausstellungen und Galerien, obwohl es doch so nahe liegt. Das dachte sich auch Michael Mohns und versammelte jetzt 13 Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern in der Güstrower Wollhalle, die sich unter dem Titel "MenschTierMensch" eben dieser engen Beziehung gewidmet haben. Der 56-jährige Bildhauer Mohns aus Tarnow ist Kurator der neuen Schau und sich bewusst: "Ob gewollt oder gehasst, man kommt aus dem Thema Mensch-Tier nicht raus."

Seit Sonnabend sind die vor allem in schwarz-weiß gehaltenen Werke in der Barlachstadt zu sehen - Fotos, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken. "Ich wollte keine großformatige Malerei, denn dabei gehen die leisen Töne eher unter. Deshalb die Reduktion auf schwarz-weiß", sagt Mohns, der selbst erstmals mit einigen Plastiken in der Wollhalle vertreten ist. Ihm ging es bei der Auswahl der Werke darum, auszuleuchten, welche Rolle das Verhältnis von Mensch und Tier in der künstlerischen Arbeit spielt. "Bei meiner Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich bemerkt, wie viele meiner Kollegen sich damit befassen. Und das auf ganz unterschiedliche Weise. Jeder guckt durch seine Brille", sagt Mohns. Die neue Ausstellung ist bis zum 4. Dezember täglich von 11 bis 17 Uhr in der Städtischen Galerie Wollhalle zu sehen.

Großer Andrang herrschte bei der Vernissage am Sonnabend. "Das lässt auf mehr hoffen. Wir haben dieses Thema noch nie bei uns gehabt", sagt Dr. Monika Passow von der Wollhalle. Sie bilanziert bereits ein erfolgreiches Jahr für die Galerie der Stadt, konnten doch bei den vorangegangenen vier Ausstellungen bisher mehr als 3000 Besucher gezählt werden. Die meisten zog die Schau des Güstrower Künstlers Lars Lehmann an, der auch jetzt wieder in der Wollhalle dabei ist.

Am 17. Dezember wird die letzte Ausstellung in diesem Jahr mit dem Titel "Schüler und bewegte Bilder" eröffnet. Kuratorin ist Irene Heinze vom Güstrower Kunsthaus. Schüler und Lehrer aus dem Landkreis Rostock zeigen dann ihre Arbeiten. Alle zwei Jahre hat die Wollhalle bereits in der Vergangenheit Schülern aus den jetzt ehemaligen Landkreisen Bad Doberan und Güstrow die Möglichkeit gegeben, in der Barlachstadt auszustellen. Diese Schau läuft bis zum 19. Februar.

"Das kommende Ausstellungsjahr ist schon vorgeplant", sagt Monika Passow. Wieder sollen es fünf Ausstellungen werden. Die erste mit dem Titel "Weite und Licht" wird ausgewählte Arbeiten aus der Kunstsammlung des NDR zeigen. Hier sind primär norddeutsche Künstler vertreten. Höhepunkt im nächsten Jahr wird wieder die Ausstellung "Kunst und Umwelt" werden, die turnusmäßig in der Wollhalle gezeigt wird.