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Sabel Wildtierhilfe päppelt kleine Feldhasen auf - bald Rehkitze im Fokus

Von Iris Leithold/dpa | 12.05.2020, 09:23 Uhr

Wildtierretter Frank Demke zieht derzeit zwei Tiere auf, die einer Katze knapp entkommen sind. Demnächst werden sie ausgewildert. Dann widmet sich Demke seiner eigentlichen Aufgabe.

Zwei kleine Feldhasen zieht der Wildtierretter Frank Demke derzeit in Sabel auf. Sie seien einer Katze entkommen und zur Wildtierhilfe gebracht worden, so Demke. In Kürze sollen sie ausgewildert werden. Dann widmet sich der Wildtierhelfer seiner eigentlichen Aufgabe, dem Schutz von Rehkitzen auf landwirtschaftlichen Flächen.

„Voraussichtlich ab Ende dieser Woche lassen wir Drohnen mit Wärmebildkameras aufsteigen und finden so die Kitze im hohen Gras von Wiesen, die gemäht werden sollen“, erklärte er. Um die Kitze werde dann ein Windschutz, wie man ihm vom Strand kennt, aufgestellt. „Den sehen die Landwirte und können um das Kitz herum mähen.“ Nach der Mahd werde der Schutz wieder abgebaut.

Kitze vor Tod bewahrt - Appell an Bauern

Nach Schätzungen der ehrenamtlichen Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern werden jährlich allein im Nordosten rund 26 000 Rehkitze beim Mähen getötet. Die Mitarbeiter des Vereins hätten auf den 1000 Hektar Fläche, die sie in Absprache mit Bauern überwachen, im vergangenen Jahr 146 Kitze entdeckt, ihr Lager markiert und sie so vor dem Tod durch Mähwerke bewahrt.

Demke appellierte an die Bauern, selbst mehr zum Schutz von Rehkitzen auf ihren Feldern und Wiesen zu tun. Eine Möglichkeit sei bereits, in der Mitte einer Fläche mit dem Mähen zu beginnen statt am Rand. Dann bleibe den Tieren ein Fluchtweg.