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Kriminalität Wieder mehr Gefangene in Mecklenburg-Vorpommern

Von Iris Leithold | 09.04.2019, 07:35 Uhr

Die Zahl der Häftlinge ist im letzten Jahr gestiegen. Dennoch sind einige Zellen im Land frei.

In Mecklenburg-Vorpommerns Gefängnissen haben im vergangenen Jahr mehr Häftlinge eingesessen als in den beiden Jahren davor. Pro Tag waren es durchschnittlich 1081 Männer und Frauen, wie das Justizministerium in Schwerin mitteilte. Seit 2015 waren die Zahlen gesunken - bis auf 1052 im Jahr 2017. Trotz des jüngsten Anstiegs sind Zellen frei: Einem Ministeriumssprecher zufolge gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 1350 Haftplätze.

Knapp 15 Prozent Ausländer

In den Gefängnissen geht es immer internationaler zu: Der Ausländeranteil steigt den Angaben zufolge. 2018 erreichte er 14,8 Prozent. Im Jahr davor waren es 12,6 Prozent, vor zehn Jahren (2008) nur 6,7 Prozent. "Seit Jahren stellen die größte Gruppe der Ausländer polnische Staatsangehörige, es folgen litauische und vietnamesische Staatsangehörige", sagte Ministeriumssprecher Tilo Stolpe. Insgesamt saßen im vergangenen Jahr demnach Menschen aus 66 Nationen in den Gefängnissen des Landes ein.