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"Permanent Record. Meine Geschichte" Whistleblower Edward Snowden veröffentlicht seine Memoiren

Von dpa und afp | 01.08.2019, 22:09 Uhr

Am 17. September soll "Permanent Record. Meine Geschichte" erscheinen.

Der Whistleblower Edward Snowden, der 2013 die ausufernde Internet-Überwachung durch amerikanische und britische Geheimdienste enthüllt hatte, veröffentlicht am 17. September seine Memoiren. In dem Buch mit dem Titel "Permanent Record. Meine Geschichte" wolle der Ex-Geheimdienstler unter anderem seinen Weg zur Gewissenskrise beschreiben, die ihn zu den Enthüllungen bewegt habe, teilte der S. Fischer Verlag am Donnerstag mit.

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Snowden selbst gab die Veröffentlichung seiner Memoiren in einem im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichten Video bekannt. "Alles, was wir heute tun, besteht ewig - nicht, weil wir uns daran erinnern wollen, sondern weil es uns nicht länger erlaubt wird, zu vergessen", sagte Snowden darin mit Blick auf die Datensammlungen der Geheimdienste. "Ich bedaure nichts so sehr wie die Tatsache, dass ich dabei geholfen habe, dieses System zu schaffen", sagte Snowden weiter.

Gleichzeitig soll das Buch in rund 20 weiteren Ländern erscheinen, darunter in den USA und Großbritannien.

"Permanent Record. Meine Geschichte"

Snowdens Erinnerungen werden weltweit vom US-Verlag Macmillan vertrieben. Der ehemalige Mitarbeiter der US-Dienste CIA und NSA habe "im Alter von 29 Jahren entschieden, seine eigene Zukunft dem Wohl des Landes zu opfern", teilte der Geschäftsführer von Macmillan Publishers USA, John Sargent, mit. Snowdens Biografie sei "eine unglaubliche amerikanische Geschichte". "Es besteht kein Zweifel daran, dass die Welt durch seine Handlungen besser und privater geworden ist", erklärte Sargent.

Snowden lebt weiter im Exil

Der heute 36-jährige Snowden lebt derzeit in Russland – er war auf seiner Flucht nach den ersten Veröffentlichungen mit annullierten Papieren am Moskauer Flughafen gestrandet und bekam dort Asyl. Bis zu seinen Enthüllungen war nicht klar, in welchem Ausmaß der US-Abhördienst NSA und dessen britischer Gegenpart GCHQ den Datenverkehr im Internet überwachen. Die Erkenntnisse hatten unter anderem zu einem breiteren Einsatz von Verschlüsselung und einer Neuordnung der Datenübermittlung von Europa in die USA geführt.