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MV Wirtschaft Weniger Firmenpleiten in MV

Von Frank Pfaff | 16.12.2016, 11:45 Uhr

Zahl der insolventen Firmen ging im Vergleich zum Vorjahr zurück

Dank anhaltend guter Konjunktur zeigt sich Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft in stabiler Verfassung. Die Zahl der Firmenpleiten ging in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Wie die Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg gestern mitteilte, mussten im Nordosten 240 Unternehmer den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das waren zwölf weniger als in den ersten neun Monaten des Jahres 2015. Der Rückgang betrug demnach 4,8 Prozent. Im gesamten Jahr 2015 hatte es im Land 338 Pleiten gegeben. Mit 43 Firmeninsolvenzen je 10 000 Unternehmen blieb Mecklenburg-Vorpommern von Januar bis September unter dem Bundesdurchschnitt, der bei 50 lag.

Als spektakulärste Firmenpleite im Nordosten gilt die Insolvenz des Wismarer Brennstoffherstellers German Pellets. Das Unternehmen musste im Februar seine Zahlungsunfähigkeit anzeigen, produziert unter neuem Besitzer inzwischen aber wieder Holzpellets für Öfen.

Laut Bürgel mussten in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres
16 346 Unternehmen Insolvenz anmelden. Dies entspreche einem Rückgang um 6,1 Prozent. Für die Länder Brandenburg, Sachsen, Saarland und Hamburg zeichnen sich hingegen steigende Insolvenzzahlen ab.

Für das gesamte Jahr 2016 geht die Wirtschaftsauskunftei von rund 21 800 Firmenpleiten in Deutschland aus. Das wäre der niedrigste Stand seit 1999. „Auch im kommenden Jahr werden die Firmeninsolvenzen in Deutschland weiter sinken. Derzeit können wir keine Trendumkehr erkennen“, erklärte Bürgel-Geschäftsführer Klaus-Jürgen Baum.