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Mecklenburg-Vorpommern Weniger Blüten: Falschgeldkriminalität geht zurück

Von Iris Leithold | 30.12.2019, 09:45 Uhr

Neue Sicherheitszeichen erschweren Geldfälschern das Handwerk. Immer weniger „Blüten“ müssen aus dem Verkehr gezogen werden.

Das Bargeld ist sicherer geworden: Die Falschgeldkriminalität ist nach Angaben des Landeskriminalamtes in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr weiter zurückgegangen. In den ersten drei Quartalen wurden 341 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen, wie das Amt mitteilte. Das seien 36 Prozent weniger gewesen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Schon seit 2016 sei bei der Falschgeldkriminalität bundesweit und auch im Land eine Abnahme der Fall- und Stückzahlen zu beobachten. Am häufigsten treten falsche Fünfziger auf - auf sie entfallen gut die Hälfte aller Fälle.

Rückgang um 30 Prozent

Die Schadenssumme betrug in den ersten drei Quartalen 18 500 Euro und damit 8500 Euro weniger als im Vergleichszeitraum 2018 - ein Rückgang um 30 Prozent. Münzen werden auch gefälscht: In den ersten drei Quartalen traten 630 Falschmünzen auf nach 883 Stück im gesamten Jahr 2018.

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Vermehrt werde hingegen diverses „Spielgeld“ gefälscht, das auf Festivals, in Bars oder Nachtclubs ausgegeben wird. Die sogenannten banknotenähnlichen Abbildungen sind leichter zu kopieren als echtes Geld mit seinen vielen Sicherheitszeichen.

Prüfung nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“

Banknoten sollten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ stets aufmerksam geprüft werden, empfehlen Kriminalisten. Denn für Falschgeld gebe es keinen Ersatz. Auf der Vorderseite der Banknoten sind die erhabenen Teile des Druckbildes zu fühlen. Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht als Schattenbild sehen. Außerdem gibt es Hologrammelemente, die sich beim Kippen der Banknote verändern.