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Corona in Mecklenburg-Vorpommern Weitere Lockerungen stehen bevor - aber unter strengen Regeln

Von Magdalena Tröndle/dpa | 03.05.2020, 09:14 Uhr

Das öffentliche Leben im Land kommt wieder in den Gang. Nun sollen auch Schulen, Friseure und Gotteshäuser wieder öffnen

Mit der Öffnung der Spielplätze am Freitag und der Aufhebung der Flächenbeschränkungen für den Einzelhandel am Samstag ist für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ein erstes Stück Normalität zurückgekehrt. Nun steht eine Woche weiterer langersehnter Öffnungen bevor. Für alle Maßnahmen gelten aber weiterhin strikte Abstands- und Hygienevorgaben.

Schulen, Friseure und Gotteshäuser öffnen

Am Montag startet für Schüler der vierten Klassen sowie für Schüler der Klasse 9 an Regionalschulen und Klasse 11 an Gymnasien der Unterricht. Friseure dürfen wieder Kunden empfangen. In den Kirchen, Synagogen und Moscheen in Mecklenburg-Vorpommern können von Montag an wieder Gottesdienste abgehalten werden. Pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche dürfe eine Person am Gottesdienst teilnehmen, teilte die zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) mit. Der Mindestabstand von 1,50 Meter müsse eingehalten werden. Außerdem müssten Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können.

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Warenhäuser, Technikmärkte und anderen große Geschäfte, die seit Samstag wieder ihre gesamte Verkaufsfläche nutzen dürfen, werden in der kommenden Woche, falls noch nicht geschehen, wieder ihre Türen öffnen, erklärte Mareike Petersen vom Handelsverband Nord. Die Händler bräuchten unterschiedlich viel Vorlaufzeit, um die weiterhin geltenden Hygienevorschriften in ihren Geschäften umzusetzen und entsprechende Personalpläne zu erstellen.

698 Corona-Infizierte in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern bleibt weiterhin gering. Am Samstag ist sie auf 698 (Stand 15.45 Uhr) gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, sind im Nordosten bislang 18 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zahl veränderte sich im Vergleich zum Vortag nicht.

Landesweit müssen oder mussten 98 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 von ihnen auf einer Intensivstation. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge gelten im Nordosten 577 Menschen als genesen. Landesweit seien bislang rund 27 800 Corona-Tests analysiert worden.

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