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Mecklenburg-Vorpommern Warnstreiks: Kitas, Stadtverwaltungen und Jobcenter betroffen

Von dpa | 22.03.2012, 11:35 Uhr

Die für Montag angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst Mecklenburg-Vorpommerns werden besonders Eltern in Schwerin, aber auch Arbeitslose treffen.

Viele Amtstüren sollen im ganzen Land verschlossen bleiben. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi werden unter anderem die 19 kommunalen Kindertagesstätten in Schwerin von 6 bis 11 Uhr bestreikt.

Andernorts seien die Mitarbeiter von Jobcentern sowie Kreis- und Stadtverwaltungen ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Auch Stadtwerke, Schwimmhallen, Wasser- und Schifffahrtsämter und andere Einrichtungen des öffentlichen Dienstes sollen betroffen sein.

Der Beamtenbund werde am Montag ebenfalls seine Mitglieder aus den Kommunen und im Bundesbereich zum ganztägigen Warnstreik aufrufen, hieß es weiter. Vor der Schweriner Staatskanzlei ist eine Kundgebung geplant. Dazu werden rund 500 Teilnehmer aus dem ganzen Land erwartet. Auch in Schleswig-Holstein sind für den Tag Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt.

Mit den Warnstreiks will Verdi Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes machen. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber lehnt Verdi ab. Auf 24 Monate Laufzeit ausgerechnet hätten sie durchschnittlich 1,77 Prozent angeboten bei einer Inflationsrate von über 2,5 Prozent. Das sei kein faires Angebot, so die Gewerkschaft.