Ein Angebot des medienhaus nord

Finanzen Warmer Winter hilft Kommunen sparen

Von MILI | 21.02.2014, 08:00 Uhr

Ein Winter mit wenig Schnee und Kälte erspart Land und Kommunen erhebliche Kosten für den Straßenwinterdienst, für Streusalz und die Heizung öffentlicher Gebäude. Gärtner ziehen Arbeiten vor und freuen sich über frühe Knospen und Blüten.

Der milde Winter kommt den klammen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern gerade recht – sie sparen erhebliche Kosten für den Straßenwinterdienst und Streusalz. Wie der Referent des Städte- und Gemeindetages, Klaus-Michael Glaser, sagte, brauchen die Kommunen kein Tausalz mehr nachzubestellen und es entfallen Überstunden für die Mitarbeiter des Straßen- und Winterdienstes.

Auch Rostock spart an jedem frostfreien Tag bares Geld. So sind die Streusalzlager der Hansestadt noch prall gefüllt. Lediglich 300 Tonnen Salz seien bisher auf die Straßen gebracht worden. Vorrätig seien noch knapp 1700 Tonnen, sagte Steffen Böhmer, Sprecher der Rostocker Stadtentsorgung. „Das sind ein Fünftel von dem, was wir in der gesamten vergangen Winterdienstsaison verbraucht haben“, erklärt er. Ähnlich sieht es auch im Rest des Landes aus. Nach Angaben des Verkehrsministeriums schätzen die Autobahn- und Straßenmeistereien in MV den Streusalzverbrauch in diesem Winter bisher auf 23 000 Tonnen. Damit wären etwa zwei Drittel der im Land eingelagerten 34 750 Tonnen verbraucht. Zum Vergleich: Im Winter 2012/2013 waren im Land 89 000 Tonnen Salz auf die Straßen gestreut worden.

Wie hoch die Einsparungen seien, ist Gläser zufolge noch nicht abschätzbar. Es könnte ja noch mal winterlich werden, meint er.