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Etwa 1500 Hektar betroffen Waldbrand auf Urlaubsinsel Gran Canaria weiter außer Kontrolle

Von dpa und afp | 12.08.2019, 18:19 Uhr

Seit dem Wochenende wüten in den Bergen die Flammen. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Der seit dem Wochenende in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria wütende Waldbrand ist noch nicht unter Kontrolle. In der Nacht zum Montag seien Hunderte weitere Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte der Notfalldienst der Kanarenregierung auf Twitter mit.

Bereits am Sonntag waren mehrere Ortschaften evakuiert worden. Starke Winde fachten die Flammen immer wieder an und trieben das Feuer voran, berichteten örtliche Medien. Ein 55-Jähriger könnte das Feuer am Samstag möglicherweise durch Unvorsichtigkeit bei Schweißarbeiten ausgelöst haben. Er sei von der Polizei vorläufig festgenommen worden, hieß es.

Der Waldbrand hat bereits eine Fläche von 1500 Hektar verwüstet. Besonders betroffen waren die Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáldar südwestlich der Hauptstadt Las Palmas. Auch mehrere Straßen der Insel mussten wegen des Feuers und des Rauchs gesperrt werden. Touristen an den Stränden der auch bei Deutschen beliebten Insel vor der Nordwestküste Afrikas waren von dem Brand nicht betroffen.

Schlechte Bedingungen für Löscharbeiten

Regionalpräsident Angel Victor Torres warnte am Montag davor, dass für die folgenden Tage überdies eine Hitzewelle angekündigt sei. Auch Wind und mangelnde Niederschläge erschwerten die Löscharbeiten, sagte Torres.

Rund 1000 Bewohner dreier Dörfer mussten nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht werden. 13 Löschflugzeuge und -hubschrauber waren im Einsatz. Zudem kämpften 250 Feuerwehrleute und Soldaten gegen die Flammen. Verletzt wurde nach Angaben von Torres niemand.