Ein Angebot des medienhaus nord

Fuß vom Gas und Licht testen lassen Vorsicht: Rutschige Straßen und schlechte Sicht

Von dpa/katt | 12.10.2011, 10:27 Uhr

Nasses Laub und Erntefahrzeuge, Regen, Nebel und Wildwechsel - der Herbst birgt für Kraftfahrer viele Gefahren. Wer einige Hinweise beherzigt, kommt aber sicher durch die graue Jahreszeit.

Nasses Laub und Erntefahrzeuge, Regen, Nebel und Wildwechsel - der Herbst birgt für Kraftfahrer viele Gefahren. Wer einige Hinweise beherzigt, kommt aber sicher durch die graue Jahreszeit.

Rutschige Fahrbahn

Autofahrer müssten sich jetzt darauf gefasst machen, dass Laub - gerade wenn es nass ist - "schnell zur Rutschpartie werden kann", warnt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Bei herbstlichen Straßenverhältnissen verlängere sich nicht nur der Bremsweg. In Kurven steige auch die Gefahr, von der Fahrbahn zu rutschen. Deshalb sollte man vor der Kurve vom Gas gehen und erst danach wieder beschleunigen. Generell gilt: langsamer fahren und Abstand halten.

Gefährlich seien auch Straßenabschnitte unter Brücken, im Schatten oder im Wald. Dort bleibe der Asphalt tagsüber länger nass und werde in Kombination mit Laub schnell zur Rutschbahn. Außerdem droht durch Nachtfröste Rutschgefahr. Sven Rademacher rät, schon jetzt auf Winterreifen umzurüsten. Sie könnten nicht nur auf Schnee und Eis eine Rutschpartie verhindern, sondern auch schon auf nassem Laub.


Schlechte Sicht

Blender und "Einäugige" sind vor allem in der dunklen Jahreszeit der Schrecken der Landstraße. Deshalb sollten Kraftfahrer jetzt die Lichtanlage ihres Autos untersuchen lassen. Meisterbetriebe der Kfz-Innungen, ADAC-Vertrags-Sachverständige und viele Tüv-Servicestationen bieten diese Tests bis Oktober kostenlos an. Innerhalb weniger Minuten werden Fern- und Abblendlicht, Brems- und Schlusslichter, Warnblinkanlage, Blinker und Nebelschlussleuchte überprüft. Im vergangenen Jahr stellten die Prüfer laut ADAC an jedem dritten Pkw defekte Lampen, falsche Einstellhöhen oder verschmutzte Scheinwerfer fest. Bei schlechter Sicht sollte man das Licht auch tagsüber einschalten. Außerdem gilt es, die Scheinwerfergläser regelmäßig zu reinigen.

Nebelfahrt

Immer häufiger beschränkt Nebel die Sicht des Autofahrers. Dann sollte auf keinen Fall mit Fernlicht gefahren werden. Die feinen Wassertröpfchen reflektieren das Licht der aufgeblendeten Scheinwerfer und die Sicht wird noch schlechter. Nicht bei jedem Nebel dürfen die Nebelleuchten eingeschaltet werden. Laut StVO ist das erst erlaubt, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. Das ist der Abstand zwischen zwei Leitpfosten auf gerader Strecke. Übrigens: Wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt, darf man auch nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren.

Wildwechsel

Vor allem - aber nicht nur - in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung kann es in waldreichen Regionen verstärkt zu Wildunfällen kommen. Wegen der Maisernte werden unter anderem die Wildschweine aufgeschreckt, die es sich in den vergangenen Wochen in den Feldern gutgehen ließen. Deshalb gilt in bewaldeten Gebieten und an den Feldrändern: langsamer fahren, den Sicherheitsabstand erhöhen, bremsbereit sein und den Fahrbahnrand im Blick haben. Wer nicht mit 80, sondern nur mit 60 Kilometern pro Stunde fährt, verkürzt seinen Anhalteweg um 34 Meter. Sind Tiere auf der Fahrbahn, sollte man vorsichtig bremsen, abblenden und hupen. Autofahrer sollten damit rechnen, dass weitere Tiere folgen.

Landwirtschaft

Derzeit läuft die Maisernte auf Hochtouren. Häcksler und Traktoren fahren langsam und nehmen auf der Straße viel Platz ein. Und nicht nur das. Sie bringen vom Feld auch Erde und Erntegut mit auf die Straße. Das macht die Fahrbahn rutschig. Deshalb sollte man auch in diesen Bereichen, insbesondere an Feldauffahrten, langsamer fahren.