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Übersicht Volleyballerinnen des Schweriner SC unterliegen mit 2:3

Von Redaktion svz.de | 18.02.2010, 11:41 Uhr

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC unterlagen gestern am späten Abend im Viertelfinal-Hinspiel des CEV-Pokals bei Busto Arsizio mit 2:3 (-22, 21, -21, 17, -10).

Dass es schwer werden würde, war zuvor allen bewusst, trifft man doch in der Runde der letzten Acht auf ein Team aus einer der stärksten Ligen der Welt. Doch was der SSC ablieferte, war einfach nur bravourös und man verschaffte sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am 24. Februar. Letztendlich wäre noch mehr drin gewesen. „Respekt ja, Angst nein. Wir müssen mutig auftreten und Vertrauen in unsere Leistung haben. Busto muss einem Gegner gegenüberstehen, der unangenehm zu spielen ist, dann werden wir unsere Chancen bekommen und die müssen wir optimal nutzen“, hatte SSC-Trainer Tore Aleksandersen seine Spielerinnen am späten Nachmittag auf der Mannschaftsbesprechung eingestimmt. Er setzte in der Startformation auf Erfahrung. Diagonal fing Maja Pachale anstelle von Kristin Kasperski an, als zweite Mittelblockerin neben Carlijn Jans stellte er statt Youngster Berit Kauffeldt Routinier Patricia Thormann auf. „Ich wünsche mir, dass die Mädels kapieren, wie gut sie spielen können. Jede einzelne Spielerin und die gesamte Mannschaft muss ihre beste Saisonleistung bringen, damitwir hier bestehen“, wusste der Trainer.

Hohen Favoriten schnell ins Straucheln gebracht

Die Aleksandersen-Schützlinge begannen so, wie es ihr Trainer gefordert hatte und der hohe Favorit kam gewaltig ins Straucheln. Mit dem Aufschlag entwickelten die SSC-Damen Druck, waren zudem im Angriff urchschlagskräftig. Ebenso stand die Annahme recht stabil, weil Busto allerdings auch nicht gerade aufschlaggewaltig ist. „Paty“ brachte den SSC mit 11:10 in Führung. Auch drei Punkte in Folge für Busto konnten den deutschen Meister nicht aus dem Konzept bringen. Schwerin versuchte, die taktische Marschroute beizubehalten. Das klappte nicht immer. Busto schlug des öfteren clever den Block an – allen voran der Star der Mannschaft, die rumänische Außenangreiferin Carmen Turlea. Zwar war der SSC beim 23:22 für Busto gut im Geschäft, da fällte Schiedsrichter Pont eine krasse Fehlentscheidung. Der Block berührte klar einen Angriff von Julia Retzlaff, aber Punkt für den Gastgeber. Der SSC verlor dann mit 22:25. Und das zeigten die Schwerinerinnen jetzt auch und kamen über 7:2, 14:9 zum 17:12. Aber es wurde nochmals eng, als mit ein paar SSC-Nachlässigkeiten die Italienerinnen auf 18:20 herankamen. Doch mit einem druckvollen Aufschlag machte Sylvia Roll mit 25:21 den wichtigen Satzgewinn perfekt. Und der SSC hatte weiter seine Chance. Bis zum 8:9 blieb man dran. Dann kam Luci Crisanti zum Aufschlag und schon führte Busto mit 13:8. Aber der SSC kämpfte. Mit einem tollen Block von Carljin Jans blieb man beim 15:16 im Spiel. Bis zum 20:20 war es
äußerst eng. Doch in den entscheidenden Phasen machte der SSC ein paar Fehler zuviel und verlor Durchgang drei mit 21:25. Doch die Schwerinerinnen waren gestern Abend sowohl spielerisch als
auch kämpferisch auf der Höhe. Über 10:5, 17:10 und 24:17 war der erste Satzball da. Zuspielerin Denise Hanke haute einen Aufschlag rein. Und schon war der Satzausgleich geschafft – sensationell.
Der Tiebreak wurde zum Krimi. Bis zum 10:10 wogte das Spiel hin und her. Dann konnte Busto auf 12:10 erhöhen. Aleksandersen nahm eine Auszeit. Doch drei Busto-Blöcke gegen Pachale und Retzlaff verhinderten eine noch bessere Ausgangsposition für das Rückspiel