Ein Angebot des medienhaus nord

Vogtshagen Verhungert: Stute verliert Todeskampf

Von Matthias Bannert,;Robert Grabowski | 05.02.2010, 07:47 Uhr

Drama auf einer Pferdekoppel bei Vogtshagen in der Nähe von Rostock: Eine Tierwirtin hat ihre fünf Rosse dort fast verhungern lassen.

Das von Spaziergängern alarmierte Veterinäramt vom Landkreis Bad Doberan ist in der Nacht zu gestern sofort eingeschritten. Amtsärztin Dr. Kathrin Reif ist sofort zum Ort des Geschehens gefahren. Ihr bot sich ein grausames Bild von völlig entkräfteten Tieren. Darunter auch eine tragende Stute, die am schlimmsten litt uns letztendlich den Kampf mit dem Tod verlor.

"Die fünf Pferde hatten einen sehr schlechten Allgemeinzustand", berichtet der ebenfalls zur Hilfe gerufene Arzt Dr. André Kleinpeter vom Lerchenhof Alt Sammit. Zwölf Helfer versuchen sofort, die Stute Fajana auf die Beine zu kriegen. Doch es gelingt nicht. Ein Transport in die Klinik kommt für die tragende Fajana nicht mehr in Frage. "Wir haben sie vor Ort eingeschläfert", sagt Pferdespezialist Kleinpeter. Die vier anderen Huftiere, unter ihnen auch Fohlen, werden auf das Gelände der Tierhilfe Norddeutschland in Klein Sien gebracht.

"Eines der Pferde befindet sich noch in einem kritischen Zustand", berichtet Nadine Gronek. "Wir suchen jetzt nach einem neuen Zuhause". Allerdings sind sie völlig unterernährt, haben schlechte Zähne und sind mit Parasiten befallen. Eine überlebende Stute hatte zudem vor zwei Wochen eine Fehlgeburt. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich weiß nicht, wie man Tieren so etwas antun kann", sagt Gronek. Die Tiere wirken leb- und lustlos. "Als wenn sie sich selbst schon aufgegeben haben", sagt die Klein-Sienerin. Sie schätzt, dass die Vierbeiner noch ein Jahr brauchen, bis sie wieder wohlauf sind.

Warum die bisherige Besitzer in der Pferde so vernachlässig hat, ermitteln die Behörden. Sie muss mit einer Strafe rechnen,.